Macron und Trump planen Treffen in Versailles
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron empfängt US-Präsident Donald Trump zum Abschluss des G7-Gipfels am Mittwochabend auf Schloss Versailles. Anlässlich des 250. Jahrestags der Unabhängigkeit der USA werden Macron und Trump im Schloss Versailles zu Abend essen, wie der Élysée-Palast mitteilte. Schloss Versailles sei eine Hochburg der französisch-amerikanischen Freundschaft, wo 1783 der Vertrag unterzeichnet wurde, der die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten besiegelte. Die US-Seite bestätigte das Treffen.
Trump und Macron, die in der Vergangenheit immer wieder in verbale Keilereien miteinander geraten waren, treffen sich zuvor beim Gipfel der führenden westlichen Industriestaaten (G7) von Montag bis Mittwoch in Évian-les-Bains am Genfersee. Themen der hochkarätigen Beratungen dort sind insbesondere die Krise im Nahen Osten mit ihren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie der Ukrainekrieg. Frankreich hat im laufenden Jahr den G7-Vorsitz.
Trump-Regierung muss entfernte Tafeln zu Sklaverei und Klima wieder aufstellen
Die US-Regierung muss nach einem Gerichtsbeschluss zuvor entfernte Ausstellungsstücke und Informationstafeln zu Themen wie Sklaverei und Klimawandel in Nationalparks wieder aufstellen. Das Vorgehen der Regierung stelle einen gefährlichen Präzedenzfall der Zensur dar, erklärte die zuständige Bundesrichterin in Boston, Angel Kelley, am Freitag.
Sie ordnete per einstweiliger Verfügung an, dass die Objekte bis zum 4. Juli wieder an Ort und Stelle sein müssen, wenn sich in den USA die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung zum 250. Mal jährt. Geklagt hatten mehrere Gruppen von Umweltschützern und Historikern. Das Innenministerium bezeichnete Kelley als „linksaktivistische Richterin“ und kündigte an, Rechtsmittel gegen die Entscheidung zu prüfen.
„Geschichte kann nicht wahrheitsgetreu erzählt werden, wenn die Erfahrungen von Gemeinschaften ausgeschlossen werden, deren Beiträge, Kämpfe und Errungenschaften einen wichtigen Teil der Geschichte unserer Nation bilden“, begründete Richterin Kelley ihre Entscheidung. Die Regierung habe schlichtweg Halbwahrheiten verbreitet, indem sie Material entfernt habe, das nicht in ihr bevorzugtes Narrativ passe.
Trump: US-Militär tötet Chef der kriminellen Organisation Tren de Aragua
Das US-Militär hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump den Chef der venezolanischen kriminellen Organisation Tren de Aragua getötet. „Auf meine Anweisung hat das US-Südkommando einen raschen, tödlichen Angriff geführt, um Niño Guerrero, den berüchtigten Anführer von Tren de Aragua, eine der brutalsten Terrororganisationen der Welt, zu töten“, erklärte Trump am Freitagabend auf seiner Online-Plattform Truth Social.
Die Aktion sei eng mit „unseren Freunden in Venezuela“ abgestimmt worden. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte im Onlinedienst X mit, der Einsatz habe Anfang der Woche stattgefunden. Guerrero sei dabei getötet worden; dies sei bestätigt. Das Weiße Haus, das US-Südkommando und das venezolanische Informationsministerium äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Trump bekommt Geburtstagsgeschenk von Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump einen handschriftlichen Brief mit Glückwünschen zum 80. Geburtstag geschrieben. Er werde im Weißen Haus von einem Boten überreicht, heißt es aus Regierungskreisen in Berlin. Am kommenden Montag überreicht Merz dem US-Präsidenten außerdem beim G7-Gipfel im französischen Évian am Genfer See persönlich ein Geschenk. Was es ist, wurde noch nicht verraten.
Trump feiert seinen 80. Geburtstag am Sonntag vor dem Weißen Haus in Washington mit vielen Gästen und einem Käfigkampf. Direkt im Anschluss reist er zum G7-Gipfel nach Frankreich, wo er am Abend mit Merz und den anderen Staats- und Regierungschefs der Gruppe wirtschaftsstarker westlicher Demokratien zusammentreffen wird.
Von Merz ist Trump bereits bei dessen ersten USA-Besuchen reich beschenkt worden. Bei seinem Antrittsbesuch vor fast genau einem Jahr brachte Merz eine Kopie der Geburtsurkunde von Trumps Großvaters aus Kallstadt in der Pfalz und einen Golfschläger als Gastgeschenk mit. Im März schenkte der Kanzler Trump bei seinem dritten Washington-Besuch seit Amtsantritt die Nachbildung eines Freundschafts- und Handelsvertrags zwischen den USA und Preußen aus dem Jahr 1785.
USA schieben Migranten in Zentralafrikanische Republik ab
Die USA haben gut zwei Dutzend Migranten in die Zentralafrikanische Republik abgeschoben. Die Betroffenen, die am Freitag in der Hauptstadt Bangui erwartet wurden, stammten unter anderem aus dem Iran, Jordanien, Georgien, der Türkei und Afghanistan, sagte Ali Rahnama von der Organisation Iranian American Legal Defense Fund, die mit einigen von ihnen in Kontakt war.
Die Abschiebungen der USA in die von Krisen und Armut gezeichnete Zentralafrikanische Republik sowie in andere afrikanische und lateinamerikanische Staaten sind umstritten. Rahnama sagte, in diesem Fall sei auch bedenklich, dass eine Iranerin unter den Betroffenen sei. Russland habe in dem afrikanischen Land großen Einfluss und pflege gleichzeitig gute Beziehungen zu Teheran, was sie in Gefahr bringen könnte.
Trump verliert Zustimmung bei unabhängigen Wählern
US-Präsident Donald Trump verliert immer mehr Rückhalt unter Wählern, die sich weder seinen Republikanern noch den Demokraten zuordnen. Das trifft vor allem auf jene dieser sogenannten unabhängigen Wähler zu, die keinen Universitätsabschluss haben und 2024 mitentscheidend für Trumps Wahlsieg waren, wie aus einer neuen Analyse auf Grundlage von Umfragedaten der Nachrichtenagentur AP und des Meinungsforschungsinstituts Norc hervorgeht.
Bei der Wahl 2024 hatte etwa die Hälfte der Unabhängigen ohne Uni-Abschluss (48 Prozent) eine positive Einstellung zu Trump. Diese Zustimmung nahm aber bereits in seinen ersten 100 Tagen im Amt deutlich ab und sank während der teilweisen Schließung der Regierungsbehörden im Herbst, als Hunderttausende kein Gehalt erhielten, und in den ersten Monaten des Jahres 2026 auf ungefähr ein Viertel.
Spionagevorwurf: US-Bürger in China festgenommen
Wenige Wochen nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking hat China die Festnahme eines US-Bürgers bestätigt. Die zuständigen Behörden hätten gegen den Mann wegen des Verdachts auf Spionage und der Gefährdung der nationalen Sicherheit „strafrechtliche Zwangsmaßnahmen“ ergriffen, sagte Außenamtssprecher Lin Jian in Peking. China habe das US-Konsulat in Guangzhou darüber informiert. Die Rechte des Mannes würden gewahrt, erklärte Lin.
Zuvor hatte die „New York Times“ über den Fall berichtet. Der US-Bürger wurde demnach vergangene Woche in der Stadt Kunming in der an Myanmar grenzenden Provinz Yunnan in Südwestchina festgenommen. Dem Bericht zufolge soll ihm Gefährdung der nationalen Sicherheit vorgeworfen worden sein.
US-Regierung baut Kooperation mit Kampfsportliga UFC aus
Kurz vor dem geplanten Kampfspektakel vor dem Weißen Haus hat US-Außenminister Marco Rubio eine Absichtserklärung für eine Partnerschaft mit der für martialische Käfigkämpfe bekannten Profi-Liga Ultimate Fighting Championship (UFC) unterzeichnet. Ziel ist nach Angaben des Außenministeriums, Initiativen im Bereich der „Sportdiplomatie“ zu stärken und beim weltweiten Ausbau der Mixed Martial Arts (MMA) zusammenzuarbeiten.
Die UFC ist die größte Profi-Liga für MMA, einen vor allem in den USA beliebten Kampfsport, der verschiedene Disziplinen miteinander vereint. Rubio bezeichnete die UFC bei der Unterzeichnung mit derem Boss, dem glühenden Trump-Unterstützer Dana White, als die „Vereinten Nationen des Kämpfens, wenn man bedenkt, wie viele Länder vertreten sind“. Die Sportart bringe Zuschauer mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammen.
USA verhängen Sanktionen gegen Kubas staatlichen Ölkonzern
Die US-Regierung erhöht den wirtschaftlichen Druck auf Kuba. Außenminister Marco Rubio belegte den staatlichen Erdölkonzern Unión Cuba-Petróleo (Cupet) heute mit Sanktionen, wie er auf der Plattform X mitteilte. Damit ist es US-Bürgern nicht mehr gestattet, Handel mit dem Konzern zu treiben. Auch Personen außerhalb der USA müssen laut Mitteilung mit Sanktionen rechnen, wenn sie Geschäfte mit Cupet abschließen.
Rubio zufolge setzt die kommunistische Führung in Havanna Energie als Waffe ein, um das Volk kleinzuhalten und sich selbst zu bereichern. Die Regierung unter Präsident Donald Trump werde deshalb weiter gegen Kubas Regierung vorgehen und ihre Fähigkeit untergraben, das eigene Volk zu unterdrücken.
Trump nominiert Jay Clayton als neuen Geheimdienstkoordinator
US-Präsident Donald Trump will den Staatsanwalt und ehemaligen Chef der Börsenaufsicht, Jay Clayton, für das Amt des Geheimdienstkoordinators nominieren. Trump teilte seine Entscheidung am Donnerstag in den sozialen Medien mit, nachdem der Kongress Druck ausgeübt hatte, einen Nachfolger für die im Mai zurückgetretene Tulsi Gabbard zu benennen.
Der US-Präsident hatte Bill Pulte, den Leiter der Bundesaufsichtsbehörde für Wohnungsbaufinanzierung, zum kommissarischen Geheimdienstkoordinator ernannt und damit lautstarke Kritik hervorgerufen. Dennoch hielt Trump zunächst an Pulte fest und wies Forderungen nach der Ernennung eines qualifizierteren Kandidaten zurück.
In der Folge lehnte das von den Republikanern kontrollierte US-Repräsentantenhaus eine vorläufige Verlängerung eines umstrittenen Überwachungsprogramms ab. Abgeordnete beider Parteien forderten, Trump müsse Pultes Nominierung zurückziehen und eine dauerhafte Lösung für die Behörde finden.
CNN: Alarm im Pentagon war falsch
Ein Gefahrenstoff-Alarm im US-Verteidigungsministerium hat sich einem Medienbericht zufolge als falsch herausgestellt. Die Abriegelung mehrerer Stockwerke und teilweise Evakuierung des Pentagon sei aufgrund eines Fehlalarms erfolgt, meldete der Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Der Zwischenfall hatte einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nach Angaben von Pentagon-Sprecher Sean Parnell hatten die Sicherheitssysteme des Gebäudes wegen eines Problems mit der Luftqualität angeschlagen.
Daher seien Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden. Das fünfeckige Pentagon nahe der Hauptstadt Washington ist eines der größten Bürogebäude der Welt und war eines der Ziele der Terroranschläge am 11. September 2001.
Trump: „Ich liebe die Inflation“
Präsident Donald Trump hat auf neue Inflationszahlen in den USA mit einer überraschend positiven Bewertung reagiert. Zu einem Bericht befragt, wonach die Verbraucherpreise im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,2 Prozent gestiegen waren, verzichtete Trump anders als in der Vergangenheit darauf, steigende Lebenshaltungskosten als einen „Schwindel“ der Demokraten abzutun. Anders als sonst behauptete er auch nicht, dass er die Kosten für Verbraucher senke.
„Wissen Sie, was ich wirklich liebe?“, erklärte der Republikaner mit Blick auf die Inflation, die damit auf den höchsten Stand seit April 2023 kletterte: „Ich liebe die Inflation.“
Hegseth: Guantánamo-Häftlinge hätten längst hingerichtet werden sollen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat sich nach einem Besuch des US-Stützpunkts Guantánamo Bay auf Kuba für eine Hinrichtung der dort in einem Gefangenenlager Inhaftierten ausgesprochen. „Meiner persönlichen Meinung nach hätten die Häftlinge in Guantánamo wegen ihrer Verbrechen gegen das amerikanische Volk schon längst hingerichtet werden sollen“, sagte er vor Journalisten in Tampa im US-Bundesstaat Florida.
Hegseth reagierte damit auf die Frage einer Journalistin, die wissen wollte, warum die 15 noch verbliebenen Häftlinge in Guantánamo Bay nicht hingerichtet würden, um den Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Nach Angaben des Pentagons von Anfang 2025 wurden von den 15 Häftlingen bislang nur zwei von Militärgerichten verurteilt, gegen sieben weitere laufen demnach noch Verfahren.
Insider: US-Regierung plant Treffen mit Rüstungskonzernen zu Produktionsausbau
Die US-Regierung hat Insidern zufolge für die kommende Woche ein Treffen mit den Chefs der größten Rüstungskonzerne zur Beratung über eine beschleunigte Produktion geplant. Hintergrund seien schwindende Bestände durch den Krieg mit dem Iran sowie Waffenlieferungen an die Ukraine in den vergangenen Jahren, sagten mit den Plänen vertraute Personen am Mittwoch (Ortszeit) der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, erklärte, das US-Militär verfüge über mehr als genug Munition für die strategischen Ziele von US-Präsident Donald Trump. Die „Operation Epic Fury“ habe gezeigt, was passiere, wenn man sich mit den USA anlege. Dennoch habe der Präsident die Rüstungsunternehmen aufgefordert, die Produktion im Inland stetig zu erhöhen. Es wäre das zweite Treffen dieser Art im Weißen Haus. Im März waren bereits Führungskräfte von Unternehmen wie BAE Systems, Lockheed Martin, Northrop Grumman, RTX, Boeing, Honeywell Aerospace und L3Harris mit Verteidigungsminister Pete Hegseth zusammengekommen. Das US-Verteidigungsministerium drängt die Auftragnehmer zu einem deutlich höheren Tempo. Im Zentrum stehen dabei Anfang des Jahres geschlossene Rahmenvereinbarungen. So soll Lockheed Martin die Produktion von PAC-3-Abfangraketen für das Patriot-Luftabwehrsystem verdreifachen und die Herstellung von THAAD-Raketen vervierfachen. Mit RTX gibt es zudem Vereinbarungen, um den Bau von Tomahawk-Marschflugkörpern und AMRAAM-Raketen anzukurbeln. Bisher handelt es sich dabei jedoch um unverbindliche Rahmenvereinbarungen, aus denen erst noch feste Verträge hervorgehen müssen. Die betroffenen Unternehmen äußerten sich zunächst nicht zu den Informationen.
US-Verteidigungsminister Hegseth besucht Militärbasis Guantanamo auf Kuba
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ist zu einem Besuch auf dem US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba eingetroffen. Es ist die jüngste in einer Reihe von Reisen hochrangiger US-Vertreter auf die Insel. Vor knapp zwei Wochen hatte der US-Kommandeur für Lateinamerika, General Francis Donovan, den Stützpunkt besucht und Gespräche mit einem kubanischen General geführt.
US-Präsident Donald Trump hat politische Veränderungen in Kuba zu einem Ziel seiner zweiten Amtszeit erklärt und den Druck auf die Führung in Havanna erhöht. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete Kuba zudem als Sicherheitsrisiko und gescheiterten Staat rund 145 Kilometer vor der Küste Floridas. Kubas Außenminister Bruno Rodriguez warnte vor einem „Blutbad“ mit Tausenden Toten auf beiden Seiten im Falle einer US-Intervention.
Schlüsselfigur der US-Demokraten: Platner gewinnt in Maine
Er soll entscheidend zum Sieg der US-Demokraten bei den „Midterms“ beitragen: Graham Platner hat seine Vorwahl im Bundesstaat Maine gewonnen und wird im November für einen Platz im Senat ins Rennen gehen. Bei rund 19 Prozent ausgezählter Wahlzettel lag Platner mit über 73 Prozent der Stimmen vorn, wie der Sender CNN berichtete. Auch andere Medien riefen Platner als Sieger aus. Auf dem zweiten Platz lag abgeschlagen mit 19 Prozent Janet Mills.
Für die Demokraten ist Platner eine Schlüsselfigur für die „Midterms“. Bei den sogenannten Midterms wird am 3. November rund ein Drittel des Senats und das komplette Repräsentantenhaus neu gewählt. Wegen der aktuell knappen Mehrheitsverhältnisse der Republikaner in beiden Parlamentskammern könnte jedes einzelne Mandat darüber entscheiden, wer am Ende die Macht im Kongress hat. Es könnte also auf einige wenige Rennen ankommen. Eines davon erwarten die Demokraten in Maine. Sie rechnen sich Chancen aus, dass der politische Neuling Platner der Republikanerin Susan Collins ihren Sitz im Senat abnimmt.
Trump-Verbündeter Lindsey Graham gewinnt Vorwahl in South Carolina
US-Senator Lindsey Graham hat die republikanische Vorwahl in South Carolina gewonnen. Graham konnte sich erneut gegen innerparteiliche Herausforderer durchsetzen. Einige Bewerber, darunter Paul Dans und der frühere Vizegouverneur André Bauer, hatten sich bereits Monate zuvor zurückgezogen. US-Präsident Donald Trump hatte Graham früh seine Unterstützung ausgesprochen - trotz ihrer wechselhaften Beziehung. Graham gilt als politischer Vertrauter des Präsidenten und ist sein regelmäßiger Golfpartner.
Zu Grahams Gegnern gehörte der Unternehmer Mark Lynch, der Graham vorwarf, nicht konservativ genug zu sein. Lynch bezeichnete sich selbst als „America First“-Kandidat, wurde jedoch von Trump in sozialen Medien als „Verrückter“ und „Desaster für die Republikanische Partei“ bezeichnet.
Erfolg für Trump: Kongress verabschiedet Milliarden für ICE
Der US-Kongress hat einer Milliardenfinanzierung zugestimmt, die die Regierung von US-Präsident Donald Trump zur Umsetzung ihrer umstrittenen Migrationspolitik nutzen kann. Ein entsprechender Gesetzentwurf passierte nach dem Senat mit 214 zu 212 Stimmen nun auch knapp das Repräsentantenhaus und muss vor Inkrafttreten noch von Trump unterzeichnet werden. Der Entwurf sieht fast 70 Milliarden US-Dollar (mehr als 60 Milliarden Euro) unter anderem für die Finanzierung der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzbehörde CBP bis ins Jahr 2029 vor.
Damit sind die Weichen gestellt, damit Trump seine aggressive Abschiebepolitik bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit weiter durchsetzen kann. Für die Demokraten ist das ein Rückschlag, hatten sie doch versucht, weitere Finanzmittel an strengere Auflagen für die Arbeit der Migrationsbeamten zu knüpfen. Auslöser dafür waren insbesondere die tödlichen Schüsse von Bundesbeamten auf zwei US-Bürger bei Einsätzen Anfang des Jahres im US-Bundesstaat Minnesota.
Trump nominiert Blanche offiziell für das Amt des Justizministers
US-Präsident Donald Trump hat Todd Blanche offiziell für das Amt des Justizministers nominiert. Blanche, ein ehemaliger persönlicher Anwalt des Präsidenten, leitet das Justizministerium kommissarisch, seit Trump Pam Bondi im April entlassen hat. Blanche erklärte vergangene Woche, er fühle sich durch die Nominierung „geehrt und demütig“. Ob Blanche im Senat genügend Unterstützung erhält, um bestätigt zu werden, ist derzeit unklar.
Gericht pfeift Trump zurück: Keine 100.000 Dollar für Visum
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump muss nach einem Gerichtsurteil bei ihren verschärften Visa-Regeln zurückrudern. Ein Gericht im US-Bundesstaat Massachusetts hob die Pflicht zur Zahlung einer Antragsgebühr von 100.000 US-Dollar (fast 87.000 Euro) für das sogenannte H-1B-Visum auf. Mit diesem Arbeitsvisum können US-Firmen hoch qualifizierte Beschäftigte wie zum Beispiel Programmierer für mehrere Jahre ins Land holen. Bevor die Trump-Regierung die Gebühr auf 100.000 Dollar hochsetzte, waren einige Tausend Dollar dafür fällig gewesen.
Das Gericht ist der Auffassung, dass die Trump-Regierung damit in einen Bereich eingegriffen habe, der eigentlich dem Kongress vorbehalten sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann noch Berufung eingelegt werden, was die Regierung laut US-Medienberichten auch vorhat.
Pentagon setzt Alibaba auf Liste chinesischer Militärfirmen
Das Pentagon hat den chinesischen Technologiekonzern Alibaba, den Elektroautohersteller BYD und die Suchmaschine Baidu auf seine Liste chinesischer Militärunternehmen gesetzt. Die Aufnahme in die Liste schließt die Firmen von Aufträgen des US-Verteidigungsministeriums aus.
Die am Montag aktualisierte und veröffentlichte Liste trifft damit einige der bekanntesten nichtstaatlichen Unternehmen Chinas. Sie werden üblicherweise nicht dem klassischen Verteidigungs- oder Sicherheitssektor zugerechnet.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit wachsender Sorge in Washington über Chinas Strategie, die Stärke privater Unternehmen auch für militärische Zwecke zu nutzen. Die Liste wurde 2021 geschaffen, um chinesische Firmen zu benennen, die das Pentagon mit dem chinesischen Militär in Verbindung bringt. Auf ihr steht bereits der Drohnenhersteller DJI, der auch für Actionkameras bekannt ist.
Trump verlässt NBC-Interview
US-Präsident Donald Trump hat ein Interview mit dem NBC-Format „Meet The Press“ abrupt abgebrochen, nachdem Moderatorin Kristen Welker bei kritischen Themen wiederholt nachgefragt hatte. Trump hatte behauptet, sowohl die laufenden Vorwahlen in Kalifornien als auch die Präsidentschaftswahl 2020 seien „manipuliert“ gewesen – Beweise dafür lieferte er nicht. Als Welker nachhakte, bezeichnete er die Medien als „korrupt“ und beendete das Gespräch: „Sorry, machen wir Schluss – ich habe genug.“
Inhaltlich ging es im Interview auch um den Konflikt mit dem Iran, bei dem Trump einen kurzen, gezielten Einsatz versprach – „kein endloser Krieg“. „Wir sind ein paar Monate dort, und die Bedrohung ist weitgehend vorbei“, so der Präsident.
Zeitung: Trump erwägt Kauf der strategisch wichtigen Chagos-Inseln von Mauritius
Die US-Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den Kauf der Chagos-Inseln von Mauritius, um die Kontrolle über den strategisch wichtigen Militärstützpunkt Diego Garcia zu sichern. Das Weiße Haus prüfe einen Plan, Großbritannien zu umgehen und ein eigenes Abkommen mit dem Inselstaat zu schließen, berichtete die Zeitung „Telegraph“ am Sonntag. Dies sei eine von mehreren Optionen, um zu verhindern, dass der britische Premierminister Keir Starmer die Souveränität über die Inselgruppe im Indischen Ozean an Mauritius abtritt.
Ein US-Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Präsident Donald Trump vertrete konsequent die Position, dass Großbritannien das Territorium nicht aufgeben dürfe. Diego Garcia sei eine unverzichtbare Militärbasis von enormer Bedeutung für die nationale Sicherheit der USA. Washington stehe in regelmäßigem Austausch mit London, um die Insel als regionalen Sicherheitsanker zu erhalten.
Trump will keinen Einfluss auf neuen Fed-Chef ausüben – und empfiehlt Zinssenkungen
US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Worten keinen Druck auf den neuen Fed-Chef Kevin Warsh ausüben – und mahnt zugleich angesichts der guten Arbeitsmarktsituation zu Zinssenkungen. „Es gibt keinen Grund, die Zinsen anzuheben“, sagte er im Gespräch mit dem US-Sender NBC News mit Blick auf den anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve Mitte Juni.
Höhere Zinsen würden den derzeitigen „Erfolg“ ausbremsen. „Wir sollten die Zinsen jetzt eigentlich senken“, forderte Trump wie bereits mehrfach in der Vergangenheit ungeachtet der konjunkturellen Parameter. Dem widersprechen Volkswirte, die eine lockerere Geldpolitik aufgrund des guten Arbeitsmarktes derzeit für unwahrscheinlich halten und stattdessen sogar eine Erhöhung der derzeitigen Zinsspanne von 3,5 bis 3,75 Prozent für möglich halten.
Hegseth spricht bei D-Day-Rede von „Invasion“ an Europas Küsten
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei seiner Rede zum D-Day einen provokanten Vergleich zwischen der Landung der Alliierten 1944 und der heutigen Migration gezogen. An den Stränden in Spanien, Italien, Griechenland und Bulgarien kämen heute Menschen und Schiffe an, die „gefährliche Ideologien“ mit sich brächten, sagte Hegseth auf dem US-Friedhof in Colleville-sur-Mer beim Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie vor 82 Jahren.
„Wann werden die europäischen Hauptstädte etwas gegen diese Invasion unternehmen, oder ist es bereits zu spät?“, fragte Hegseth weiter. Die Verbündeten hätten noch Zeit, einzulenken, sagte er weiter.



