Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Juni 2024 nur leicht gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte, ging die Zahl der Erwerbslosen um 15.000 auf 2,936 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.
BA-Chefin sieht kaum Bewegung
„Am Arbeitsmarkt ist kaum Veränderung zu sehen“, sagte BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles. Die Arbeitslosigkeit sinke nur wenig. Auch bei der sozialabgabenpflichtigen Beschäftigung setzte sich die leichte Abwärtstendenz fort. Bereinigt um saisonale Effekte sank die Arbeitslosenzahl im Monatsvergleich lediglich um 1.000.
Verhaltene Frühjahrsbelebung
Die BA sprach von einem verhaltenen Ausklang der üblichen Frühjahrsbelebung. Diese sei infolge der konjunkturellen Schwäche und der Auswirkungen des Iran-Krieges ohnehin schwach ausgefallen. Die Frühjahrsbelebung endet regulär im Juni, bevor mit Beginn der Sommerferien und Betriebspausen die Arbeitslosenzahlen im Juli wieder ansteigen.
Anstieg im Vorjahresvergleich
Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Zahl der Arbeitslosen um 22.000 höher. Die Unterbeschäftigung, die auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen umfasst, belief sich auf 3,605 Millionen Menschen – ein Plus von 19.000 gegenüber dem Vorjahr.
Kurzarbeit geht zurück
Nach den aktuellsten Daten für April wurde für 133.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren laut BA 101.000 weniger als im Vorjahresmonat.



