Nach knapp vier Jahren Funkstille ist die russische Luxusjacht „Graceful“ nach Angaben des dänischen Rundfunks (DR) erstmals wieder auf dem Radar aufgetaucht. Dabei soll es sich um das persönliche Schiff des russischen Präsidenten Wladimir Putin handeln. Nach Daten von „Marinetraffic.com“ fuhr das Schiff am Montag an der nördlichen Küste Dänemarks entlang.
Begleitung durch russische und dänische Schiffe
Laut DR wurde die Jacht ab Sonntagmorgen von zwei russischen Kriegsschiffen sowie abwechselnd von der dänischen Marine und der deutschen Küstenwache begleitet. „Die Streitkräfte überwachen routinemäßig Schiffe, darunter auch ausländische Staatsschiffe, die die dänischen Meerengen und Hoheitsgewässer durchqueren, mit den dafür vorgesehenen Kapazitäten“, teilten die dänischen Streitkräfte dem Sender DR mit.
Signal verschwindet wieder
Schon am Montagabend sendete die „Graceful“ allerdings laut „Marinetraffic.com“ kein Signal mehr. Dem dänischen Rundfunk zufolge hatte die Jacht ihren AIS-Sender zum Übertragen des Standorts im August 2022 – rund ein halbes Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine – abgeschaltet.
Die erneute Sichtung der Jacht wirft Fragen auf, da sie lange Zeit nicht lokalisiert werden konnte. Experten vermuten, dass die „Graceful“ in russischen Gewässern oder an geheimen Orten vor Anker lag. Die genauen Beweggründe für die plötzliche Wiederkehr des Signals sind unklar.
Hintergrund: Putins Luxusflotte
Die „Graceful“ gilt als eine von mehreren Luxusjachten, die mit Putin in Verbindung gebracht werden. Sie ist 84 Meter lang und verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz sowie luxuriöse Innenausstattung. Nach westlichen Sanktionen infolge des Ukraine-Kriegs wurden viele dieser Schiffe in russische Häfen verlegt oder unter fremder Flagge registriert.



