Rundfunkbeitrag: Einnahmen von ARD, ZDF und Deutschlandradio sinken 2025 um 20 Millionen Euro
Rundfunkbeitrag sinkt um 20 Mio. Euro – weniger Wohnungen gemeldet

Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio sind im Jahr 2025 um rund 20 Millionen Euro gesunken. Wie der Beitragsservice in Köln mitteilte, beliefen sich die Gesamterträge auf etwa 8,72 Milliarden Euro – ein Rückgang um gut zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr (8,74 Milliarden Euro).

Weniger beitragspflichtige Wohnungen als Hauptgrund

Der leichte Rückgang sei erwartet worden, erklärte der Beitragsservice. Hauptursache sei die gesunkene Zahl der beitragspflichtigen Wohnungen. Im Jahr 2025 wurden rund 40,4 Millionen Wohnungen gemeldet, ein Minus von 0,18 Prozent. Trotz des Rückgangs bewegen sich die Einnahmen weiterhin auf hohem Niveau: 2023 lagen sie bei rund 9,02 Milliarden Euro, 2022 bei 8,57 Milliarden Euro und 2021 bei 8,42 Milliarden Euro. Seit 2018 überschreiten die Gesamterträge jeweils die Marke von 8 Milliarden Euro.

Verteilung der Beiträge auf die Sender

Den größten Anteil an den Einnahmen erhielt das ZDF mit rund 2,2 Milliarden Euro. Es folgten die größten ARD-Anstalten: der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit rund 1,3 Milliarden Euro, der Südwestrundfunk (SWR) mit rund 1,1 Milliarden Euro und der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit ebenfalls rund 1,1 Milliarden Euro. Den niedrigsten Betrag verbuchte Radio Bremen mit rund 47 Millionen Euro.

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Rechtsstreit um Beitragserhöhung vor dem Bundesverfassungsgericht

Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird derzeit sowohl politisch als auch juristisch debattiert. ARD und ZDF haben Klage vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht, weil die Länder eine von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlene Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 58 Cent ab Januar 2025 nicht umgesetzt haben. Die Länder argumentieren dagegen, der Finanzbedarf der Sender sei trotz des unveränderten Beitrags gedeckt.

Hintergrund zum Beitragsservice

Der Beitragsservice mit Sitz in Köln ist eine Verwaltungsgemeinschaft von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Er ging 2013 aus der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) hervor. Der aktuelle Rundfunkbeitrag beträgt monatlich 18,36 Euro und wird von Haushalten, Organisationen und Unternehmen in Deutschland gezahlt.

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