Beamte nutzen Homeoffice zum Angeln und Skifahren – krasse Fälle
Beamte nutzen Homeoffice zum Angeln und Skifahren

In vielen Bundesbehörden gelten äußerst großzügige Homeoffice-Regelungen. Mitarbeiter können teilweise wochenlang aus dem Ausland arbeiten. Einige Beamte nutzen diese Freiheiten jedoch massiv aus – mit unfassbaren Ausreden und Tricks.

Angeln, Skifahren und See-Tage statt Arbeit

Laut einem Bericht von BILD schildern Behördenmitarbeiter krasse Fälle aus ihrem Arbeitsalltag. So verbringen einige Kollegen ihre Homeoffice-Zeit tatsächlich mit Angeln, Skifahren oder an einem See – und täuschen dabei Arbeit vor. Die großzügigen Regelungen machen es möglich: In vielen Bundesbehörden gibt es keine strenge Kontrolle, ob die Mitarbeiter tatsächlich von zu Hause aus arbeiten.

Ein Mitarbeiter einer Bundesbehörde berichtet: „Ein Kollege hat sich wochenlang aus dem Ausland eingeloggt und war angeblich im Homeoffice. In Wirklichkeit war er im Urlaub.“ Solche Fälle seien keine Seltenheit. Besonders beliebt seien Ziele in Südeuropa, wo man auch während der Arbeitszeit das gute Wetter genießen könne.

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Tricks und Ausreden der Beamten

Die Mitarbeiter verraten auch die Tricks, mit denen die Beamten ihr Verhalten rechtfertigen. Häufig werde behauptet, man müsse „dringend“ von unterwegs arbeiten, weil ein privater Termin anstehe. Andere nutzen angeblich die Zeit, um in Ruhe an Projekten zu arbeiten – und sind dabei in Wirklichkeit beim Sport oder in der Freizeit.

„Es gibt Kollegen, die sich für eine Woche Homeoffice aus dem Ausland anmelden und dann einfach nicht erreichbar sind“, so ein anderer Mitarbeiter. Die Ausreden reichen von angeblichen Internetproblemen bis hin zu familiären Verpflichtungen. Ein besonders krasser Fall: Ein Beamter gab vor, von einem Hotelzimmer aus zu arbeiten, während er tatsächlich auf einer Skihütte war.

Großzügige Regelungen in Bundesbehörden

Die großzügigen Homeoffice-Regelungen sind in vielen Bundesbehörden Standard. So können Mitarbeiter oft bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen – und das auch aus dem Ausland. Eine Kontrolle findet kaum statt. „Die Vorgesetzten vertrauen den Mitarbeitern“, heißt es. Doch dieses Vertrauen wird offenbar ausgenutzt.

Ein Sprecher einer Bundesbehörde sagte auf Anfrage: „Wir haben klare Regeln für das Homeoffice. Verstöße werden geahndet.“ Allerdings räumte er ein, dass eine lückenlose Kontrolle schwierig sei. Die Gewerkschaften hingegen verteidigen die Regelungen: „Die meisten Mitarbeiter arbeiten zuverlässig. Einige schwarze Schafe gibt es immer.“

Konsequenzen und Forderungen

Die Berichte über den Missbrauch des Homeoffice sorgen für Diskussionen. Politiker fordern strengere Kontrollen und eine Begrenzung der Homeoffice-Tage. „Das darf nicht sein, dass Steuergelder für Urlaub ausgegeben werden“, so ein Bundestagsabgeordneter. Andere sehen die Verantwortung bei den Behördenleitungen: „Sie müssen sicherstellen, dass die Regeln eingehalten werden.“

Bislang gibt es keine offiziellen Zahlen, wie viele Beamte das Homeoffice tatsächlich missbrauchen. Die Dunkelziffer dürfte jedoch hoch sein. Klar ist: Die großzügigen Regelungen sind ein gefundenes Fressen für alle, die die Arbeit nicht ernst nehmen.

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