Ein Drittel der Berliner Betriebe (34 Prozent) setzt bereits Künstliche Intelligenz ein – das ist mehr als im Bundesdurchschnitt mit 27 Prozent. Das geht aus dem neuen Betriebspanel für Berlin hervor. Weitere zehn Prozent der befragten Betriebe planen, künftig ebenfalls KI zu nutzen.
Branchenunterschiede beim KI-Einsatz
Zwischen den Branchen gibt es große Unterschiede: Im Bereich Information und Kommunikation nutzen 59 Prozent der Berliner Betriebe KI. Deutlich seltener kommt KI in Gaststätten- und Beherbergungsbetrieben sowie im Baugewerbe zum Einsatz.
Betriebsgröße als entscheidender Faktor
Je größer ein Betrieb, desto wahrscheinlicher ist die Nutzung von KI. Während 60 Prozent der Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten KI anwenden, sind es bei Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten lediglich 29 Prozent. Die Schere zwischen großen und kleinen Firmen geht also auseinander.
Senatorin Kiziltepe: KI als Werkzeug begreifen
Berlins Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) sagte zu den Zahlen: „Die rasant steigende Nutzung Künstlicher Intelligenz zeigt, wie schnell sich die Arbeitswelt wandelt. In Zukunft wird nicht mehr die Frage im Mittelpunkt stehen, ob KI eingesetzt wird, sondern wie sie sinnvoll in die Arbeitsabläufe integriert werden kann.“ Es gehe darum, KI nicht als Bedrohung, sondern als Werkzeug zu begreifen, das zu mehr Effizienz und Innovation führen könne. „Betriebe, die sich nicht mit KI beschäftigen, riskieren, abgehängt zu werden“, warnte Kiziltepe.
Hintergrund: Das Betriebspanel
Das Betriebspanel ist eine deutschlandweite Arbeitgeberbefragung, die 2025 in Berlin zum 30. Mal durchgeführt wurde. Die Senatsverwaltung arbeitet dabei mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zusammen. Die Berliner Daten basieren auf einer Befragung von 985 Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und sind repräsentativ für die rund 97.000 Berliner Betriebe dieser Größe.



