Ifo-Umfrage: Arbeitsbelastung und Stress in deutschen Firmen steigen
Ifo: Arbeitsbelastung und Stress in Firmen steigen

Die Arbeitsbelastung der Beschäftigten in Deutschland nimmt nach einer neuen Umfrage des Ifo-Instituts deutlich zu. Sowohl die Arbeitsauslastung als auch die mentale Belastung sind in den vergangenen zwölf Monaten spürbar gestiegen, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag mitteilte. Grundlage sind die Einschätzungen von rund 1.000 Personalverantwortlichen, die gemeinsam mit dem Personaldienstleister Randstad befragt wurden.

Arbeitsauslastung: 38 Prozent berichten von Zunahme

Konkret gaben 38 Prozent der befragten Personalverantwortlichen an, dass die Arbeitsauslastung in ihren Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Nur 21 Prozent meldeten einen Rückgang. Besonders betroffen sind mittelgroße Betriebe mit 250 bis 499 Mitarbeitern: Dort liegt das Verhältnis bei 56 zu 18 Prozent – die Arbeitsmenge hat sich also in mehr als der Hälfte dieser Firmen erhöht.

„Die Unternehmen sehen ihre Mitarbeiter immer stärker unter Druck“, kommentierte ein Sprecher des Ifo-Instituts die Ergebnisse. Die Umfrage ist Teil einer regelmäßigen Erhebung zur Lage auf dem Arbeitsmarkt.

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Mentale Belastung: Mehr als die Hälfte meldet Stress

Nicht nur die Menge der Arbeit nimmt zu, auch die psychische Belastung der Beschäftigten steigt. 51 Prozent der Unternehmen berichten von einer Zunahme mentaler Belastung oder Stress am Arbeitsplatz. Nur vier Prozent sehen eine Entlastung. Als Hauptursachen nennen die Personalverantwortlichen wirtschaftliche Unsicherheit, Veränderungsprozesse im Unternehmen, hohe Arbeitsmengen, Zeitdruck sowie Personalknappheit.

Diese Faktoren wirken sich offenbar direkt auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter aus. Die Ergebnisse decken sich mit früheren Studien, die einen Anstieg von Burnout-Fällen und psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz belegen.

Auswirkungen auf Unternehmen und Beschäftigte

Die gestiegene Belastung hat weitreichende Folgen: Höhere Krankheitsquoten, geringere Produktivität und eine wachsende Unzufriedenheit können die Folge sein. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie stärker in Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Stressprävention investieren müssen, um ihre Mitarbeiter zu halten und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Ifo-Erhebung zeigt, dass der Druck auf die Beschäftigten in Deutschland keineswegs nachlässt, sondern sich weiter verstärkt. Arbeitgeber und Politik sind gleichermaßen gefordert, Lösungen zu finden, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die mentale Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen.

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