Union-Manager Heldt: „Wie mit einer neuen Frau“
Union-Manager Heldt: „Wie mit einer neuen Frau“

Union Berlin hält trotz des Trainerwechsels an seinen bekannten Zielen für die neue Bundesliga-Saison fest. Geschäftsführer Horst Heldt betonte im Trainingslager der Köpenicker im österreichischen Irdning: „Für uns ist es elementar, in der Liga zu bleiben. Das ist das übergeordnete Ziel.“ Der Klub hatte die vergangenen beiden Spielzeiten auf den Plätzen 11 und 13 abgeschlossen, geriet dabei aber immer wieder in Abstiegsgefahr.

Neuer Trainer, neue Spielweise: Viererkette statt Dreier- oder Fünferkette

Mit dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli wollen die Berliner Abstiegsgefahr gar nicht erst aufkommen lassen. Der Schweizer, der in der Vorsaison den krassen Außenseiter FC Thun zur überraschenden Meisterschaft in der Schweiz führte, setzt auf eine Viererkette statt der bisherigen Dreier- oder Fünferkette. Zudem möchte der als Perfektionist bekannte Trainer ein gewisses Gewinner-Gen implantieren.

Heldt: „Wir müssen einen anderen Fußball spielen“

„Wir haben uns bewusst für einen neuen Weg entschieden. Wir müssen einen anderen Fußball spielen, um konkurrenzfähig zu bleiben“, sagte Heldt. Zugleich gab er zu bedenken: „Das eine ist ein Gedankengang, das andere ein Prozess, der länger dauert und mit Wellenbedingungen versehen ist.“

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Sechs sieglose Testspiele: Kein Grund zur Sorge

Trotz der bisher sechs sieglosen Testspiele in Serie ist dem ehemaligen Profi 19 Tage vor dem Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal bei Zweitligist Eintracht Braunschweig nicht bange. „Erst einmal müssen wir uns davon lösen, dass Ergebnisse in der Vorbereitung nicht elementar sind“, sagte Heldt. Ihm gehe es nicht darum, die „Gegner aus dem Stadion zu schießen, sondern Abläufe hinzubekommen“.

Lustrinelli bringt neuen Schwung: „Riesen-Energie“ und „Passschärfe“

Lustrinelli hat trotz ausbleibender Ergebnisse laut dem Funktionär bereits einen gewissen Umschwung herbeigeführt. „Ich sehe ihn als Mensch, der jeden Tag mit einer Riesen-Energie herangeht. Das tut uns gut“, sagte der 56-Jährige. Er habe zum Beispiel „eine solche Passschärfe im Training lange nicht gesehen“.

Kader noch nicht komplett: Transferaktivitäten werden Fahrt aufnehmen

Dass der Kader bei bisher nur drei Neuzugängen noch nicht komplett sei, müsse klar sein. In den ersten Wochen der Vorbereitung sollte aber die aktuelle Mannschaft die Chance erhalten, dem Trainerteam zu gefallen. Heldt zog einen kuriosen Vergleich: „Das ist wie mit einer neuen Frau. Man beschnuppert sich und sieht, wie man agiert und reagiert miteinander. Jetzt kommen wir in die heiße Phase, in der jeder versucht, die beste Freundin zu sein.“

In den abgelaufenen Wochen wurde geschaut, wo es Handlungsbedarf gebe, sodass in der kommenden Zeit die Transferaktivitäten Fahrt aufnehmen werden. Heldt schränkte ein: „Wir haben gute und viele Möglichkeiten, aber wir bestimmen nicht den Transfermarkt. Es ist wichtig, ruhig zu bleiben.“

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