CSD-Terrorist Abdul Ballout unter Polizeischutz in Berlin-Gatow beerdigt
CSD-Terrorist unter Polizeischutz beerdigt

Der 21-jährige Abdul Ballout, der beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin eine Frau tötete und mindestens 31 Menschen teils lebensgefährlich verletzte, ist am Dienstag auf einem Friedhof im Berliner Stadtteil Gatow beigesetzt worden. Die Beerdigung fand unter massivem Polizeischutz statt, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.

Polizei riegelt Friedhof ab

Der Himmel über dem Friedhof mit muslimischem Bereich war grau, es regnete in Strömen und donnerte. Die Gräber sind gen Mekka ausgerichtet. Die Polizei riegelte das gesamte Gelände ab, kontrollierte Autos und verwies Journalisten von dem Areal. Angehörige und Freunde des Vaters kamen mit drei Autos und wurden über einen Seiteneingang auf den Friedhof gelassen. Nach der Beerdigung blieb ein Polizeibus neben dem Grab und hielt Wache.

Die Angehörigen und die Friedhofsverwaltung wollten keine Presse bei der Bestattung des Mannes, der aus Hass und fanatischem Glauben zum Mörder wurde. Die Polizei patrouillierte während der gesamten Zeremonie über den Friedhof.

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Hintergrund der Tat

Der Islamist war am 25. Juli mit einem Transporter in die Parkanlage Tiergarten in Berlin gerast. Dort überfuhr er gezielt Teilnehmer des Christopher Street Day – machte regelrecht Jagd auf die Menschen. Dann krachte sein Fahrzeug gegen einen Baum, und er griff weiter wahllos Menschen mit einer Machete an. Den Anschlag führte er im Namen des IS aus.

Wie sich herausstellte, war Ballout erst im März verurteilt worden, weil er sich dem IS in Syrien anschließen wollte. Doch statt in Haft zu gehen, ließ der Richter ihn laufen und setzte die Strafe zur Bewährung aus. Der 21-Jährige hatte vor Gericht erklärt, dem IS abgeschworen zu haben. Eine Lüge.

Ermittlungen und Folgen

Die Tat ereignete sich am 26. Juli, als Ballout von der Polizei erschossen wurde. Die Behörden haben umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Umstände des Anschlags zu rekonstruieren und mögliche Unterstützer zu identifizieren. Die Beerdigung unter Polizeischutz zeigt die angespannte Sicherheitslage in der Hauptstadt nach dem Anschlag.

Die Polizei hat angekündigt, die Überwachung an öffentlichen Veranstaltungen zu verstärken, insbesondere bei Großveranstaltungen wie dem CSD. Die Behörden prüfen zudem, ob die Bewährungsentscheidung des Richters im März fehlerhaft war und ob Konsequenzen für die Justiz zu ziehen sind.

Die Hinterbliebenen der getöteten Frau und die Verletzten werden psychologisch betreut. Die Stadt Berlin hat eine Gedenkveranstaltung angekündigt, um der Opfer zu gedenken.

Der Anschlag hat bundesweit Bestürzung ausgelöst und eine Debatte über Sicherheitsmaßnahmen bei öffentlichen Veranstaltungen entfacht. Politiker aller Parteien verurteilten die Tat und forderten eine lückenlose Aufklärung.

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