Trump kritisiert Ölkonzerne wegen hoher Spritpreise im Iran-Krieg
Trump kritisiert Ölkonzerne wegen hoher Spritpreise

US-Präsident Donald Trump hat inmitten der hohen Spritpreise in den USA scharfe Kritik an großen Ölkonzernen wie Chevron und Exxon Mobil geübt. Die Unternehmen würden zu viel Geld verdienen, sagte Trump vor Reportern. „Das gefällt mir nicht“, so der Präsident. Er fordert die Branche auf, dazu beizutragen, die Kraftstoffpreise niedrig zu halten. Die Preise sind weltweit und auch in den USA derzeit relativ hoch. Einer der Gründe dafür ist der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen den Iran. Im November stehen in den USA Zwischenwahlen an, und die hohen Preise kommen auch bei vielen Wählern von Trumps Republikanern nicht gut an.

Friedensrat: Gaza-Abzug erst nach Hamas-Entwaffnung

Der umstrittene Friedensrat für den Gazastreifen erwartet von Israel erst nach einer Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas einen kompletten Abzug aus dem Küstenstreifen. „Entgegen unzutreffenden Berichten stellen wir klar, dass der vollständige Abzug der israelischen Armee hinter die gelbe Linie erst erfolgen wird, sobald die Abgabe (der Waffen) vollständig abgeschlossen ist, wie es die Hamas den Vermittlern zugesagt hat“, hieß es in einer Mitteilung des Friedensrats auf der Plattform X. „Dies gilt gleichermaßen für leichte Waffen, schwere Waffen und die Tunnelsysteme.“

Nikolaj Mladenow, Hoher Vertreter des Friedensrats, und US-Berater Aryeh Lightstone hätten heute ein „konstruktives und detailliertes“ Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführt, hieß es zudem. Israel und der Friedensrat hätten „ein gemeinsames Verständnis über die angestrebten Ziele“. Man strebe nach einer vollständigen Übergabe der Waffen in den Händen bewaffneter palästinensischer Gruppierungen und dem Übergang zu einer zivilen Regierungsführung. Es gehe nun darum, zu klären, wie dieser Prozess genau gestaltet werden solle.

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Trump: Neue Gespräche sind „letzte Chance“ für Iran

US-Präsident Donald Trump hat den Iran einmal mehr mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht, sollte er in Gesprächen mit den Vereinigten Staaten nicht einlenken. Die jüngsten geplanten Verhandlungen seien die „letzte Chance“ für Teheran, eine Vereinbarung zu erzielen und eine Eskalation der US-Angriffe zu vermeiden, sagte Trump am Montag im Weißen Haus.

Er gehe davon aus, dass in den kommenden ein oder zwei Tagen Verhandlungen beginnen würden, die zur Wiederöffnung der Straße von Hormus führen und dem Iran einen Weg ebnen sollen, auf die Bedenken der Vereinigten Staaten hinsichtlich seines Atomprogramms einzugehen. „Die erste Phase ist die Öffnung der Meerenge. Die zweite Phase wird die Denuklearisierung sein.“ Dies werde vermutlich „eine Weile dauern“.

Trump hatte zuvor neue Angriffe gegen den Iran abgesagt und angekündigt, dass bereits am (heutigen) Montag neue Verhandlungen für ein Kriegsende beginnen würden. Doch der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, gab zu verstehen, dass derzeit nicht mit den USA verhandelt werde. Es gebe laufende Verhandlungen mit Oman.

Trump kritisiert Iran wegen Aussagen zu Verhandlungen

US-Präsident Donald Trump hat Aussagen des Irans über laufende Verhandlungen kritisiert. „Die iranische Führung ist unglaublich doppelzüngig!“, schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social. „Sie bitten um ein Treffen, manche würden sagen „betteln“, es beginnen Verhandlungen, und weitere sind in der unmittelbaren Zukunft geplant, und sie sagen, offen und stolz, dass sie keine Gespräche führen, dass über nichts gesprochen wird, und sie nur mit „Oman“ zu tun haben“, schrieb Trump.

Israel lehnt Gaza-Truppenabzug und Ende von Angriffen ab

Israel lehnt einen Rückzug seiner Truppen aus dem Gazastreifen und einen Stopp von Angriffen in dem Gebiet gegenwärtig ab. „Israel wird sich nicht von der derzeitigen Linie im Gazastreifen zurückziehen und weiterhin jede Bedrohung für unsere Bürger und Soldaten vereiteln“, teilte ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter mit. Beide Schritte sind Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der auch eine Übergabe der Waffen durch die islamistische Terrororganisation Hamas und andere bewaffnete Gruppierungen vorsieht.

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Nikolaj Mladenow, Hoher Vertreter des Friedensrats, und US-Berater Aryeh Lightstone hätten sich mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu getroffen, schrieb der gut vernetzte Journalist Barak Ravid auf der Plattform X. Sie hätten von ihm einen Stopp der Angriffe im Gazastreifen gefordert, wie es auch der Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorsehe. Mladenow hatte zuvor bei X kritisiert, dass bei jüngsten israelischen Angriffen im Gazastreifen Zivilisten getötet worden seien.

Sechs Supertanker ändern wegen Huthi-Drohungen Kurs

Sechs unter saudischer Flagge fahrende Supertanker haben in den vergangenen Tagen nach Drohungen der jemenitischen Huthi-Miliz ihren Kurs im Golf von Aden geändert. Die unbeladenen Tanker befinden sich auf dem Rückweg aus Asien und steuern nun im Verband das südliche Afrika an, anstatt durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab zu fahren, wie aus Ortungsdaten von LSEG und MarineTraffic hervorgeht. Der saudiarabische Betreiber Bahri und Regierungsvertreter des Königreiches äußern sich zunächst nicht zu dem Vorgang.

Iran und Oman planen Rundkurs in der Straße von Hormus

Der Iran verhandelt nach Angaben von Außenamtssprecher Ismail Baghai mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Dabei gehe es um einen Rundkurs statt mehrerer separater Fahrrinnen, sagte Baghai nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Diese neue Schiffsroute könnte vorübergehend genutzt werden, bis es eine endgültige Regelung gebe.

Nach dem vorgeschlagenen Modell fahren Tanker oder Frachtschiffe auf einer nördlichen Route durch iranische Hoheitsgewässer in die Straße von Hormus ein. Nachdem die Schiffe Häfen im Iran oder in arabischen Golfstaaten angelaufen haben, nutzen sie für die Rückfahrt eine südliche Route durch omanische Hoheitsgewässer.

Iran: Aktuell keine Gespräche mit den USA

Der Iran führt derzeit nach eigenen Angaben keine Verhandlungen mit den USA. Stattdessen spreche man mit dem Oman über eine vorübergehende Lösung für eine sichere Route durch die Straße von Hormus, sagt der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Esmaeil Baghaei. Eine Einigung mit dem Nachbarland reiche jedoch nicht aus, um die Wasserstraße wieder zu öffnen. Solange die „Aggression“ der USA andauere, werde sich an der Situation nichts ändern, heißt es weiter.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Gespräche zwischen den USA und dem Iran angekündigt. Die Verhandlungen würden im Laufe des Montags aufgenommen, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Die Straße von Hormus ist eine insbesondere für Öl- und Gastransporte überaus wichtige Meerenge am Persischen Golf und liegt zwischen dem Iran und dem Oman.

Hoffnung auf Iran-Abkommen drückt Ölpreise deutlich

Die Aussicht auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise am Montag deutlich fallen lassen. US-Präsident Donald Trump sagte nach eigenen Angaben einen geplanten Angriff auf den Iran ab, um ein Abkommen zur Beendigung des iranischen Atomprogramms und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen. Der Preis für die Nordseesorte Brent sank um 4,08 Dollar oder 4,64 Prozent auf 83,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 4,01 Dollar oder 4,74 Prozent auf 80,66 Dollar.

Trump hatte am späten Samstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social erklärt, der Iran und andere Länder im Nahen Osten hätten um Zeit gebeten, um eine Vereinbarung abzuschließen. Diese solle zu einer sofortigen und vollständigen Öffnung der wichtigen Meerenge sowie einem Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran führen.

Schifffahrtsdaten: Tanker mit saudischem Öl verlassen Rotes Meer - Verkehr sinkt

Aus aktuellen Schifffahrtsdaten geht hervor, dass am Wochenende nur zwei mit saudischem Öl beladene Tanker das Rote Meer verlassen haben. Zudem zeigen die Daten einen deutlich verlangsamten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nach Berichten über Angriffe an. Die Tanker „Lesvos“ und „Desh Vaibhav“ passierten die Meerenge Bab al-Mandab demnach mit abgeschalteten AIS-Transpondern. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben am 20. Juli ein See-Embargo gegen Saudi-Arabien verhängt und damit ihre Angriffe auf Schiffe ausgeweitet. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldet zuletzt drei weitere Angriffe auf Tanker. Die Zahl der Frachtschiffe, die die Straße von Hormus passieren, sank den Daten zufolge von 19 auf zehn.

Trump kündigt für Montag neue Gespräche mit dem Iran an

US-Präsident Donald Trump hat nach der vorläufigen Absage weiterer Angriffe auf den Iran eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern der Islamischen Republik angekündigt. Die Verhandlungen sollten am Montag stattfinden, sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Präsidentenmaschine auf dem Flug von New Jersey nach Washington. Wo die Gespräche geführt werden sollen, ob sie auf mehrere Tage angelegt sind und wer genau daran beteiligt ist, ließ er offen.

Trump bekräftigte auch seine Darstellung, dass das US-Militär nur auf Bitten von Saudi-Arabien, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und des Irans quasi in letzter Minute von einer neuen Welle vernichtender Angriffe auf den Iran abgesehen habe. „Es wäre der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg geworden, und er wäre für sie verheerend gewesen“, sagte Trump. Abgeblasen habe er den Angriff nur, weil die Verbündeten ihm gesagt hätten, dass eine Einigung wohl kurz bevorstehe. Auch der Iran habe gesagt, er wolle einen „Deal“ schließen.

Schifffahrtsbehörde: Explosion in der Nähe eines Tankers vor der Küste Omans gemeldet

Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldet einen Zwischenfall vor der Küste Omans. Der Kapitän eines Tankers berichtet der Behörde zufolge von einer Explosion in unmittelbarer Nähe seines Schiffes. Der Zwischenfall ereignet sich 20 Seemeilen nordöstlich der Hafenstadt Chasab. Schiff und Besatzung sind demnach unversehrt.

Irans Präsident: USA müssen sich an Rahmenabkommen halten

Der iranische Präsident Massud Peseschkian sieht das Rahmenabkommen mit den USA eigenen Angaben zufolge als künftigen Schwerpunkt der Außenbeziehungen seines Landes. „Wir müssen alles daran setzen, den Feind dazu zu zwingen, sich an das zu halten, was er unterzeichnet hat“, schrieb Peseschkian auf der Plattform X. Die Sicherheit des Irans, der Region und der Verbündeten Teherans werde durch diese Absichtserklärung gestärkt.

Iran: Verhandlungen mit Oman zu Straße von Hormus in Endphase

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman über die Schifffahrt in der Straße von Hormus befinden sich iranischen Angaben zufolge in der Endphase. Außenminister Abbas Araghtschi habe die Mitglieder des Kabinetts zu Beginn seiner Sitzung am Sonntag entsprechend informiert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai betonte unterdessen laut dem Sender Press TV, dass die Lage in der umkämpften Meerenge nicht mehr zu ihrem Vorkriegsstatus zurückkehren werde. Der Iran handele im eigenen Interesse und werde seine Entscheidungen nicht aufgrund von Drohungen oder Einschüchterungen ändern, sagte Baghai demnach weiter. Eine Einigung mit dem Oman über eine neue Schifffahrtsroute bedeute aber nicht, dass die Straße von Hormus geöffnet oder geschlossen werde, sagte der Sprecher laut dem staatlichen Sender Irib.

Saudischer Kronprinz sprach mit Trump - „Nahost-Spannungen durch Dialog abbauen“

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur zufolge mit US-Präsident Donald Trump telefoniert und dabei die Notwendigkeit betont, „dem Dialog Priorität einzuräumen, um die Spannungen im Nahen Osten abzubauen“, wie es hieß.

Mehrere Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen trotz US-Waffenruhe-Plan

Israel hat seine Luftangriffe im Gazastreifen auch am Sonntag fortgesetzt und dabei palästinensischen Gesundheitsbehörden zufolge mindestens 15 Menschen getötet. Dies geschah, obwohl US-Präsident Donald Trump einen Durchbruch bei den Verhandlungen über eine Waffenruhe verkündet hatte. Israelische Kampfjets bombardierten am Sonntag Gaza-Stadt im Norden, Deir al-Balah im Zentrum sowie die südliche Region um Chan Junis. Dabei starben unter anderem zwei Ehepaare und zwei Kinder, wie Mediziner mitteilten. Die Zahl von 15 Toten binnen eines Tages war nach palästinensischen Angaben die höchste seit Wochen.

Das israelische Militär erklärte, ein Angriff auf eine Wohnung in Deir al-Balah habe zwei Kommandeuren der Hamas-Elitetruppe „Nuchba“ gegolten. Auch in Gaza-Stadt und Dschabalia seien militärische Ziele attackiert worden. Die Informationen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Trump: Habe für Verhandlungen Angriff auf Iran gestoppt

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen geplanten Angriff auf den Iran gestoppt, um eine Einigung über die iranischen Atompläne und die Straße von Hormus zu ermöglichen. Iran und „andere Nahost-Länder“ hätten um Zeit gebeten, um ein Abkommen auszuhandeln, das zur „sofortigen, vollständigen und totalen“ Wiedereröffnung der wichtigen Schifffahrtsroute bei Hormus und zum Ende der iranischen Nuklearbedrohung führen würde, schrieb Trump auf seiner Medienplattform Truth Social. Aufgrund dieser Bitte habe er „zugestimmt, den Angriff abzusagen, sofern rasch ein Abkommen erzielt werden kann.“ Israel schließe sich dieser Verpflichtung an. Israel gab zunächst keine Stellungnahme dazu ab.

Iran: Warnen USA vor „abenteuerlichen Aktionen“

Der Iran warnt die USA vor „abenteuerlichen Aktionen“. Er habe dies am Samstag in separaten Telefongesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen und dem pakistanischen Armeechef klargemacht, schreibt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf Telegram. Der Iran sei bereit, auf jedwede „Aggression“ entschlossen zu reagieren.

Wieder Angriffe Israels in Gaza - Klinik-Lager getroffen

Israels Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fort. Palästinensischen Angaben zufolge gab es dabei im Laufe des Tages drei Tote und mehrere Verletzte. „Ziel der beiden Angriffe waren Terroristen“, teilte ein israelischer Armeesprecher am Nachmittag auf Anfrage mit. Die Angriffe folgen kurz auf eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass eine Einigung auf eine Entwaffnung der Hamas erzielt worden sei.

Bei einem israelischen Luftangriff in Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Gazastreifens sei ein Lager einer Klinik getroffen worden, teilte die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde mit. Dort seien Medikamente und medizinische Ausrüstung aufbewahrt und zerstört worden. Von palästinensischen und sozialen Medien verbreitete Aufnahmen sollen den Ort nach dem Angriff zeigen. Zu sehen ist ein großer Krater neben Zelten und Gebäuden sowie Kartons und andere Verpackungen, die darin verstreut liegen.

Israels Armee teilte mit, sie habe Waffenlager der Hamas ins Visier genommen, darunter eines neben dem Krankenhaus. Sie warf der Terrororganisation vor, medizinische Einrichtungen für ihre Zwecke zu missbrauchen. Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Türkei und Irak verlängern Abkommen über Ölpipeline vorläufig

Die Türkei und der Irak haben sich auf den Betrieb der Ölpipeline zwischen beiden Ländern für ein weiteres Jahr geeinigt. Die befristete Verlängerung des jahrzehntealten Abkommens sei von den Staatsunternehmen Botas aus der Türkei sowie Somo und NOC aus dem Irak unterzeichnet worden, teilte der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar am Samstag mit. Unterdessen dauerten die Bemühungen um ein neues langfristiges Abkommen an, erklärte der Minister nach einem Treffen mit seinem irakischen Amtskollegen in Ankara.

Die bisherige Vereinbarung war am Montag ausgelaufen. Sie ermöglicht den Betrieb der einzigen funktionsfähigen Ölexportpipeline des Irak. Die nun getroffene Übergangsregelung decke eine Tageskapazität von 750.000 Barrel ab, schrieb Bayraktar auf der Plattform X. Die Verlängerung gebe beiden Seiten Zeit für Verhandlungen über einen umfassenderen Vertrag. Die Türkei strebt an, die Pipeline mit einer Gesamtkapazität von 1,5 Millionen Barrel pro Tag voll auszulasten und möglicherweise bis zu den südlichen irakischen Ölfeldern zu erweitern. Derzeit fließen türkischen Daten zufolge täglich rund 170.000 Barrel durch die Röhre zum türkischen Hafen Ceyhan.

Kuwait meldet iranischen Angriff und Abschuss von Drohnen

Kuwait hat nach eigenen Angaben am Samstag feindliche Drohnen in seinem Luftraum zerstört. Die kuwaitische Armee sprach von einem iranischen Angriff, bei dem ein Regierungsgebäude und weitere „wichtige Einrichtungen“ in dem kleinen Golfstaat angegriffen worden sein. Auch Fahrzeuge eines Unternehmens seien mit Drohnen angegriffen worden, teilte das kuwaitische Außenministerium mit. Herabfallende Trümmer hätten Sachschäden verursacht. Opfer habe es nicht gegeben.

Nach Berichten über US-Angriffspläne – Teheran droht Nachbarländern

Nach Medienberichten über eine bevorstehende große US-Angriffswelle auf den Iran droht Teheran Nachbarländern in der Region. Muslimische Länder sollten ihre Kooperation mit den USA überdenken, andernfalls könnten sie zum Ziel iranischer Angriffe werden, sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

Erst am frühen Morgen (Ortszeit) hatte sich das Militär im Golfstaat Kuwait nach eigenen Angaben gegen iranischen Drohnenbeschuss verteidigt. Durch herunterfallende Trümmerteile sei es zu Sachschäden gekommen, hieß es weiter. Kuwait – wie auch andere muslimische Länder in der Region – beherbergen US-Militärstützpunkte.

Huthi-Miliz: Acht saudische Öltanker zu Kurswechsel gezwungen

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben acht saudische Öltanker zu einem Kurswechsel gezwungen. Diese müssten nun vom Roten Meer über das Kap der Guten Hoffnung vor Südafrika fahren, um ans Ziel zu kommen – bei einer Fahrt vom Roten Meer in Richtung Asien ein langer und teurer Umweg. Eine Bestätigung von Saudi-Arabien gab es zunächst nicht. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete, sechs saudische Öltanker würden den Umweg um den afrikanischen Kontinent nehmen.

Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung im Jemen seit mehr als zehn Jahren gegen die schiitische Miliz. Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch deren Konflikt neu eskaliert. Die Huthi kontrollieren vom Jemen aus die wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Es wird befürchtet, dass auch dieses Nadelöhr wie die Straße von Hormus durch Angriffe faktisch geschlossen wird – mit noch schwereren Folgen für den Welthandel und Energiepreise.

Es gebe derzeit keine Pläne, Gebühren für die Durchfahrt zu erheben, teilte ein Büro für humanitäre Angelegenheiten der Huthi in Sanaa mit. „Der Transit durch den Bab al-Mandab ist kostenlos“, teilte das Büro heute mit. Wer solche Gebühren erhebe, sei kein Vertreter der „Republik Jemen“ – ein Verweis auf die international nicht anerkannte Huthi-Regierung im Nordjemen.

Zwei Vorfälle mit Tankern vor dem Oman

Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO meldet zwei Vorfälle mit Tankern vor der Küste des Oman. Beim ersten Ereignis sei ein Tanker etwa elf Seemeilen nordöstlich von Lima von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Dabei sei der Maschinenraum beschädigt worden. Das Schiff sei danach manövrierunfähig gewesen, teilte die UKMTO mit. Verletzte oder Umweltschäden seien nicht gemeldet worden.

Im zweiten Fall habe der Kapitän eines Tankers 21 Seemeilen nordöstlich von Khasab von einer Wasserfontäne und einer Explosion in unmittelbarer Nähe seines Schiffes berichtet. Schäden seien gemeldet worden.

Der Iran verlangt, dass Schiffe in der Straße von Hormus eine Route entlang seiner Küste nehmen. Teheran hat wiederholt erklärt, nur die vom Iran vorgegebene Route durch die Meerenge sei sicher. Der Streit um die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist ein wesentlicher Grund, warum der Krieg zwischen den USA und dem Iran zuletzt wieder eskalierte.

Iran warnt USA vor neuen Angriffen – droht mit Gegenschlägen

Angesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Großangriff auf Ziele im Iran droht Teheran mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hieß es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt.