Brandstifter von Washington festgenommen: 37-Jähriger in Haft
Brandstifter von Washington festgenommen

Die Polizei im US-Bundesstaat Washington hat einen Mann festgenommen, der für die verheerenden Waldbrände in und um Spokane verantwortlich sein soll. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der 37 Jahre alte Aaron F. Farinacci gleich nach seiner Festnahme am Montag in ein Gefängnis gebracht, wo er jetzt auf seinen Prozess wartet.

Verdächtiger war bereits vorbestraft

Der Mann ist für die Ermittlungsbehörden kein Unbekannter. Farinacci soll sich Gerichtsakten aus Arizona zufolge 2012 der fahrlässigen Tötung und der schweren Körperverletzung schuldig bekannt haben. In dem Fall ging es um den Tod seines eigenen Vaters, der zwei Jahre zuvor bei einem "häuslichen Streit" ums Leben kam. Ursprünglich wurde Farinacci wegen Mordes angeklagt. Nach zwölf Jahren in Haft kam der Verurteilte wieder auf freien Fuß.

Zeuge beobachtete Brandstiftung

Sheriff John Nowels informierte auf einer Pressekonferenz, dass die Verhaftung auf mindestens einen Zeugenhinweis zurückzuführen ist. Ein Mann sah, wie der 37-Jährige nahe der Kreuzung von West Euclid Road und North Old Trails Road in den nördlichen Vororten von Spokane hockte. Ungefähr an dieser Stelle soll das Feuer ausgebrochen sein, sagten Brandermittler bereits. Als der Zeuge nach einiger Zeit Rauch gerochen hatte, rief er Polizei und Feuerwehr.

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Polizisten hatten Farinacci sogar unmittelbar nach Ausbruch des "Old Trails"-Feuers, einem der drei Brände bei Spokane, rund zwei Kilometer vom Ort des Ausbruchs angehalten. Diese ließen den nun Inhaftierten jedoch weiterfahren, da zu dem Zeitpunkt nicht feststand, dass der Brand menschengemacht war. Bodycam-Aufnahmen der Beamten halfen jedoch, den Verdächtigen zu identifizieren.

Beweise gegen den Beschuldigten

Die Brandursachenermittler sind überzeugt, dass das "Old Trails"-Feuer absichtlich gelegt wurde, indem Gras mit einem Streichholz oder einem Feuerzeug entzündet wurde. Bei seiner Festnahme hatte Farinacci laut Sheriff Nowels wasserfeste Streichhölzer und ein Butanfeuerzeug bei sich. Er ließ sich widerstandslos von einer Swat-Einheit - vergleichbar mit Spezialeinheiten des deutschen SEK - festnehmen.

Ausnahmezustand in Spokane

Insgesamt 65.000 Menschen mussten seit dem Wochenende Spokane und angrenzende Orte verlassen. Mindestens 600 Gebäude wurden bereits beschädigt oder gar komplett zerstört. Eine Fläche von rund 32.500 Quadratmetern verbrannte bis Montag. "Hunderte Menschen haben ihre Häuser und Höfe vollständig verloren", schrieb die gesamte Kongressdelegation des Bundesstaates in einem Schreiben an US-Präsident Donald Trump. Er wird gebeten, eine beschleunigte Notstandserklärung zu genehmigen.

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