Kovac: Bayern hat individuelle Qualität im Überfluss
Kovac: Bayern hat individuelle Qualität im Überfluss

Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die mangelnde individuelle Qualität in seinem Kader beklagt, die Bayern München in dieser Saison zur souveränen Meisterschaft verholfen hat. „Was uns vielleicht ein wenig fehlt, ist das, was die Bayern im Überfluss haben: einen unglaublich starken Kader mit vielen besonderen Individualisten“, sagte Kovac. „Es gelingt ihnen in dieser Saison besonders gut, das Attraktive mit dem Erfolgreichen zu verbinden.“

Kovac verteidigt die Entwicklung des BVB

Nach zwei Niederlagen in den vergangenen drei Spielen und nachlassendem Elan im Saisonendspurt stellte sich Kovac jedoch schützend vor seine Mannschaft. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung, die die Jungs in den vergangenen 15 Monaten genommen haben; ich denke, dass wir durchaus in dieser Saison auch sehr gute und attraktive Spiele gezeigt haben“, erklärte der 54-Jährige. „Ich traue meiner Mannschaft 72 Punkte zu – damit wäre Borussia Dortmund 2023 deutscher Meister geworden. Diesmal reichen sie leider nicht.“

Dortmund winkt beste Punktzahl seit sieben Jahren

Um die 72-Punkte-Marke zu erreichen, müssten die Dortmunder aus den letzten drei Saisonspielen noch fünf Punkte holen. Dies wäre die beste Saisonausbeute seit sieben Jahren. In der Saison 2018/19 holte der BVB unter Trainer Lucien Favre 76 Punkte. Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gastiert die Mannschaft bei Borussia Mönchengladbach, gefolgt von Heimspielen gegen Eintracht Frankfurt und einem Auswärtsspiel bei Werder Bremen.

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„Auch Klopp hat drei Jahre gebraucht“

In der anhaltenden Mentalitätsdebatte um den BVB zog Kovac eine klare Grenze für seinen Einfluss als Trainer: „Sie können eine Mannschaft als Trainer mit Ihrem Team bis zu einem gewissen Punkt führen, darüber hinaus entscheidet der Spieler.“ Der gebürtige Berliner, der seit Februar 2025 im Amt ist und einen Vertrag bis Juni 2027 besitzt, bat um Geduld: „Auch Jürgen Klopp hat als Trainer hier damals drei Jahre bis zu seiner ersten Meisterschaft gebraucht.“

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