Der Tarifabschluss bei der Postbank steht: Rund 7500 Beschäftigte erhalten in zwei Stufen mehr Geld. Die Gewerkschaft Verdi und die Deutsche Bank haben sich auf eine zweistufige Gehaltserhöhung verständigt, wie das Frankfurter Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 28 Monaten und beinhaltet eine sofortige Erhöhung sowie eine weitere Anpassung im nächsten Jahr. Damit ist ein drohender Streik vom Tisch.
Zweistufige Erhöhung und verlängerter Kündigungsschutz
Zum 1. Juli 2026 steigen die monatlichen Vergütungen aller Tarifbeschäftigten zunächst um 175 Euro. Ab Juli 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2,9 Prozent. Zudem wurde der Kündigungsschutz bis Ende 2028 verlängert. Die Übereinkunft gilt für rund 7500 Mitarbeiter der Postbank, wie die Deutsche Bank mitteilte. Der Finanzausblick der Bank bleibe von dem Tarifabschluss unberührt, hieß es weiter.
Soziale Verantwortung und Wettbewerbsfähigkeit
„Mit dieser Einigung verbinden wir soziale Verantwortung mit Wettbewerbsfähigkeit und der notwendigen Flexibilität für die kommenden Jahre“, sagte Dominik Hennen, Leiter Personal Banking Deutschland der Deutschen Bank. Die Gewerkschaft Verdi hatte noch Mitte Juni mit einer Urabstimmung über einen Streik bei der Postbank gedroht. Dieser ist nun endgültig vom Tisch. Der Abschluss zeigt, dass beide Seiten zu einem Kompromiss bereit waren, um Arbeitskampfmaßnahmen zu vermeiden.
Hintergrund und Ausblick
Die Verhandlungen waren von Spannungen geprägt, da Verdi ursprünglich höhere Forderungen gestellt hatte. Die Einigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Deutsche Bank ihre Renditeziele überprüft. Aktionäre hatten zuletzt Zweifel an den Renditeerwartungen geäußert. Der Tarifabschluss belastet die Bank finanziell nicht zusätzlich, da der Ausblick unverändert bleibt. Für die Beschäftigten bedeutet der Abschluss eine deutliche Steigerung der Vergütung über die Laufzeit von 28 Monaten.



