Simon Messner: Als Vater will ich anders sein als mein berühmter Vater
Simon Messner: Anders als Vater Reinhold

Seit Jahren schwelt ein tiefer Konflikt zwischen Reinhold Messner (81) und seinen vier Kindern. Der Bergsteiger-Legende fühlt sich von ihnen abgeschoben, nachdem er sein Erbe bereits zu Lebzeiten verteilt hatte. Nun äußert sich Sohn Simon Messner (36) erneut zu der schwierigen Situation – und betont, wie sehr ihn die Geburt seiner eigenen Tochter verändert hat.

Kein Kontakt zum Vater trotz Versöhnungsversuchen

In einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ anlässlich seines Dokumentarfilms „Simon Messner – Aus dem Schatten“ erklärt Simon, dass es weiterhin Funkstille zwischen ihm und seinem Vater gebe. „Ich habe das öfter schon versucht. Aber dann kommt sofort ein Schreiben über einen Anwalt. Er wünscht keinen Kontakt mehr zu mir, was mich sehr schmerzt“, sagt er. Bereits in einem früheren Gespräch mit BILD hatte Simon gesagt: „Es tut unendlich weh, weil es einfach nicht wahr ist“ und „Ich vermisse meinen Vater jeden Tag.“

Vaterschaft als Wendepunkt

Simon Messner, der als Alpinist, Bergbauer und Filmemacher arbeitet, hat eine Tochter namens Valentina mit seiner Lebensgefährtin Anna. Die Geburt des Kindes im Jahr 2025, nur wenige Monate vor seiner Expedition zum 6.754 Meter hohen Chumik Kangri im pakistanischen Karakorum, stellte sein Leben auf den Kopf. „Ich habe mittlerweile an die zehn Partner, Freunde, Bekannte verloren am Berg. Das hat schon sehr viel in mir bewegt. Wirklich selbst Vater zu werden, war der große Umbruch. Ich bin seither kaum noch zum Bergsteigen gegangen“, berichtet er.

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Bewusst andere Prioritäten als der Vater

Der 36-Jährige möchte in seiner Rolle als Vater bewusst andere Akzente setzen als sein berühmter Vater. „Ich möchte nicht falsch verstanden werden, aber ich möchte es einfach anders machen. Ich sehe es als meine Verantwortung, als Elternteil da zu sein und mich zu kümmern. Vor allem in den ersten Jahren“, betont Simon. Diese Aussage wiegt schwer vor dem Hintergrund des seit Jahren andauernden Familienstreits. Was Vater und Sohn heute offenbar noch verbindet, ist die gemeinsame Leidenschaft fürs Bergsteigen. Simon Messner resümiert: „Es ist schon sehr skurril, zu behaupten, man wurde entsorgt, und man weigert sich, zur gleichen Zeit die Kinder zu treffen. Es ist sehr, sehr traurig.“

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