Wegovy-Pille: EU-Kommission lässt erste Abnehmtablette mit Ozempic-Wirkstoff zu
Wegovy-Pille: EU-Zulassung für Abnehmtablette

Die EU-Kommission hat eine neue Tablette zur Gewichtsreduktion mit dem Wirkstoff Semaglutid zugelassen. Das Medikament mit dem Handelsnamen Wegovy ermöglicht es Patienten, das Mittel oral einzunehmen, anstatt sich wie bisher injizieren zu müssen. Wann die Tablette in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch unklar.

Wirkweise der Wegovy-Tablette

Der Wirkstoff Semaglutid ist aus den Spritzenpräparaten Ozempic und Wegovy bekannt. Er imitiert das körpereigene Hormon GLP-1, das den Appetit zügelt und die Magenentleerung verlangsamt. Die Tablette enthält eine höhere Dosis als die Injektion, da ein Teil des Wirkstoffs im Magen abgebaut wird. Studien zufolge können Patienten mit der Tablette innerhalb eines Jahres durchschnittlich 15 Prozent ihres Körpergewichts verlieren.

Erfahrungen einer US-Nutzerin

Eine US-Amerikanerin, die die Tablette im Rahmen einer klinischen Studie einnahm, berichtet: „Die Tablette ist viel bequemer als die Spritze. Ich hatte anfangs leichte Übelkeit, aber das legte sich nach ein paar Wochen. Der Gewichtsverlust war konstant und ohne große Heißhungerattacken.“ Sie betont jedoch, dass die Tablette nur in Kombination mit einer Ernährungsumstellung und Bewegung wirkt.

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Risiken und Nebenwirkungen

Wie bei den Injektionen können auch bei der Tablette Nebenwirkungen auftreten, darunter Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung. In seltenen Fällen wurden schwerwiegendere Komplikationen wie Pankreatitis oder Gallensteinleiden beobachtet. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt, das Medikament nur unter ärztlicher Aufsicht einzunehmen und die Dosierung langsam zu steigern.

Verfügbarkeit in Deutschland

Der Hersteller Novo Nordisk hat angekündigt, die Produktion hochzufahren, um die Nachfrage zu decken. Ein genauer Termin für den Marktstart in Deutschland steht noch nicht fest. Experten rechnen mit einer Einführung im Laufe des Jahres 2027. Die Kosten werden voraussichtlich ähnlich hoch sein wie bei den Spritzenpräparaten, die pro Monat zwischen 300 und 500 Euro kosten.

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