ADAC-Studie: So sparen Sie über 60 Euro monatlich bei Gebrauchtwagen-Unterhalt
ADAC: Über 60 Euro sparen mit günstigen Gebrauchtwagen

ADAC-Studie enthüllt: Diese Gebrauchtwagen kosten am wenigsten im Unterhalt

In einer Zeit, in der die Spritpreise weiterhin auf hohem Niveau verharren und gleichzeitig die Kosten für Versicherungen, Steuern und Werkstattbesuche steigen, stellt sich für viele Autofahrer die brennende Frage: Wo lässt sich beim Autobesitz noch Geld sparen? Der ADAC hat jetzt eine detaillierte Analyse vorgelegt, die genau diese Frage beantwortet.

Die Berechnungsgrundlage der Studie

Die Experten des Automobilclubs haben für ihre Untersuchung ein klares Szenario zugrunde gelegt: Es handelt sich um drei Jahre alte Gebrauchtwagen, die für weitere fünf Jahre genutzt werden. Pro Jahr werden dabei 15.000 Kilometer zurückgelegt. In die Berechnung fließen sämtliche relevanten Kostenfaktoren ein:

  • Betriebskosten wie Kraftstoff, Öl, AdBlue und Fahrzeugpflege
  • Fixkosten in Form von Steuern und Versicherungen
  • Werkstattkosten für Inspektionen, Verschleißteile und Reifenersatz

Bewusst außen vor gelassen wurde der Wertverlust, da dieser erfahrungsgemäß für die meisten Gebrauchtwagenkäufer bei ihrer Entscheidung eine untergeordnete Rolle spielt.

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Die Spitzenreiter der Kosteneffizienz

An der Spitze des Rankings landet überraschend deutlich der Dacia Sandero TCe 100 ECO-G mit seinem bivalenten Antriebskonzept. Dieses Fahrzeug kann sowohl mit Autogas als auch mit Benzin betrieben werden und kommt auf monatliche Unterhaltskosten von nur 318 Euro. Voraussetzung für diese niedrigen Kosten ist allerdings der konsequente Betrieb mit Autogas - bei Benzinbetrieb steigen die Ausgaben spürbar an.

Auch konventionelle Benziner schaffen es in vergleichbare Kostenregionen: Der Mazda 2 Hybrid liegt mit 325 Euro nur sieben Euro über dem Spitzenreiter. Auf Platz drei folgt mit dem Skoda Scala (332 Euro) sogar ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse, das damit deutlich unter dem Durchschnitt dieser Klasse von 400 bis 450 Euro liegt.

Familienfreundliche Optionen und allgemeine Einsparpotenziale

Für Familien, die mehr Stauraum benötigen, bietet der Golf Variant auf Platz 16 eine interessante Alternative. Trotz seiner Größe kommt er auf monatliche Unterhaltskosten von 346 Euro und beweist damit, dass auch praktische Fahrzeuge kostengünstig sein können.

Die ADAC-Experten betonen, dass die Einsparungen gegenüber durchschnittlichen Gebrauchtwagen der unteren Mittelklasse häufig mehr als 60 Euro pro Monat betragen. Bei einer geplanten Haltedauer von fünf Jahren summiert sich diese Ersparnis auf über 3.600 Euro.

Weitere Tipps für niedrige Unterhaltskosten

Neben der Fahrzeugwahl gibt es weitere Stellschrauben, an denen Autobesitzer drehen können:

  1. Motorisierung beachten: Je kleiner und effizienter der Motor, desto geringer fallen in der Regel Spritverbrauch und Wartungskosten aus. Zudem sind solche Fahrzeuge oft günstiger in der Versicherung.
  2. Werkstattpreise vergleichen: Eine ADAC-Untersuchung zeigt, dass die Preise für den Kundendienst zwischen städtischen und ländlichen Werkstätten um mehrere hundert Euro differieren können. Vor anstehenden Arbeiten lohnt sich daher das Einholen mehrerer Kostenvoranschläge.
  3. Das richtige Maß finden: Wichtig ist die Balance zwischen Fahrkomfort und Kosten - nicht jedes Einsparpotenzial lohnt sich, wenn es zu deutlichen Komforteinbußen führt.

Die ADAC-Liste richtet sich explizit an alle, die noch kein Elektroauto fahren möchten und stattdessen einen günstigen Gebrauchtwagen mit Verbrennungsmotor suchen. In Zeiten multipler Preissteigerungen im Mobilitätsbereich bietet sie damit eine wertvolle Entscheidungshilfe für den nächsten Autokauf.

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