Airbus mit eingedrückter Nase in Stuttgart gelandet – Hagelverdacht
Airbus mit eingedrückter Nase in Stuttgart gelandet

Ein Airbus A320 der ägyptischen Fluggesellschaft Air Cairo ist am Donnerstagabend mit stark beschädigter Flugzeugnase auf dem Stuttgarter Flughafen gelandet. Die Maschine wies eine deutlich sichtbare Beule an der Nase auf, wie Fotos zeigen. Die genaue Ursache der Beschädigung ist noch unklar. Die Flughafensprecherin erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), sie könne keine Angaben zu möglichen Hagelschäden oder weiteren Auswirkungen machen. Auch die Airline war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Hagel durch Superzelle als mögliche Ursache

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Donnerstag vor einer sogenannten Superzelle gewarnt, die sich am Nachmittag von Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart bis nach Ulm bewegte. Laut einem DWD-Sprecher brachte die Superzelle starke Windböen und Hagelsteine mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern mit sich. Der DWD gab zudem eine Unwetterwarnung für das gesamte Land heraus, die bis in die frühen Morgenstunden galt. Es wird vermutet, dass der Airbus im Landeanflug direkt durch die Superzelle flog und der Hagel die Frontscheibe so stark beschädigte, dass die Sicht beeinträchtigt wurde. Fotos deuten darauf hin, dass die Piloten die Scheibe kaum noch durchschauen konnten.

Technik sicherte die Landung

Trotz der Beschädigung bestand für die Passagiere keine Gefahr. Die Landung wurde durch das bodengestützte Instrumentenlandesystem (ILS) unterstützt, das es den Piloten ermöglicht, sich vollständig auf die Instrumente zu verlassen. Das ILS führt Flugzeuge auf festgelegten Routen präzise zur Landebahn und wird weltweit eingesetzt. Die Flughafensprecherin bestätigte, dass der Flug am Freitagmorgen zurück nach Marsa Alam mit einer Ersatzmaschine durchgeführt wurde. „Die beschädigte Maschine steht noch in Stuttgart zur Begutachtung und Reparatur“, sagte sie.

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Rückgang von Flugunfällen

Das Risiko eines tödlichen Unfalls mit dem Flugzeug ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gesunken. Zwischenfälle wie dieser werden immer seltener. Die genauen Umstände des Vorfalls in Stuttgart werden nun untersucht. Die Maschine wird derzeit begutachtet, um das Ausmaß der Schäden festzustellen und die Reparatur einzuleiten.

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