Autokosten: Bayern tanken am günstigsten
Bayern tanken am günstigsten

Bayern ist das günstigste Bundesland für Autofahrer: Hier kostet ein Liter Superbenzin im Schnitt nur 1,70 Euro. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung des ADAC, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Damit liegt der Freistaat deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 1,76 Euro pro Liter.

Preisunterschiede von bis zu 15 Cent

Die Spritpreise in Deutschland unterscheiden sich je nach Region zum Teil erheblich. Während Bayern im bundesweiten Vergleich am günstigsten tankt, zahlen Autofahrer in anderen Bundesländern deutlich mehr. Im Saarland und in Nordrhein-Westfalen kostet ein Liter Super im Schnitt 1,80 Euro – das sind zehn Cent mehr als in Bayern. Noch teurer ist es in Schleswig-Holstein: Hier müssen Autofahrer sogar 1,85 Euro pro Liter zahlen.

„Die Unterschiede sind vor allem auf die unterschiedlichen Steuern und Abgaben zurückzuführen“, erklärt ein Sprecher des ADAC. „Hinzu kommen regionale Wettbewerbsunterschiede und logistische Kosten.“ So sei der Preis an der Zapfsäule nicht nur von der Weltmarktlage abhängig, sondern auch von der Anzahl der Tankstellen in einer Region und deren Preispolitik.

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Dieselpreise ebenfalls unterschiedlich

Auch beim Diesel gibt es deutliche regionale Unterschiede. Im bundesweiten Durchschnitt kostet ein Liter Diesel 1,65 Euro. Am günstigsten tanken Diesel-Fahrer ebenfalls in Bayern mit einem Durchschnittspreis von 1,60 Euro. Am teuersten ist Diesel in Hamburg mit 1,72 Euro pro Liter. „Autofahrer können also allein durch die Wahl des Bundeslandes und der Tankstelle bares Geld sparen“, so der ADAC-Sprecher weiter.

Die Auswertung basiert auf den Angaben von rund 14.000 Tankstellen in Deutschland. Der ADAC erhebt die Preise täglich und veröffentlicht regelmäßig regionale Auswertungen. Für die aktuelle Statistik wurden die Preise der vergangenen vier Wochen berücksichtigt.

Tipps: So tanken Sie günstig

Der ADAC gibt Autofahrern konkrete Tipps, wie sie Spritkosten senken können. „Wer abends nach 20 Uhr tankt, spart oft mehrere Cent pro Liter“, sagt der Sprecher. „Auch der Vergleich der Preise per App oder im Internet lohnt sich.“ Zudem sollten Autofahrer nicht an Autobahntankstellen tanken, da diese in der Regel deutlich teurer sind als Tankstellen in der Stadt oder auf dem Land.

Ein weiterer Tipp: Das Tanken lohnt sich besonders zu Wochenbeginn, da die Preise am Montag und Dienstag oft am niedrigsten sind. Am teuersten ist es dagegen am Wochenende, wenn viele Menschen verreisen. „Wer diese einfachen Regeln beachtet, kann im Jahr mehrere hundert Euro sparen“, so der ADAC-Sprecher.

Hintergrund: Steuern und Abgaben

In Deutschland machen Steuern und Abgaben einen großen Teil des Spritpreises aus. Bei einem Liter Superbenzin beträgt der Anteil an Energiesteuer und Mehrwertsteuer zusammen rund 65 Cent. Beim Diesel sind es etwa 47 Cent. Hinzu kommt die CO2-Bepreisung, die seit 2021 schrittweise erhöht wird. Für das Jahr 2024 liegt der CO2-Preis bei 45 Euro pro Tonne, was etwa 12 Cent pro Liter Benzin ausmacht.

Die regionalen Unterschiede bei den Spritpreisen sind jedoch nicht auf Steuern zurückzuführen, da diese bundesweit einheitlich sind. Vielmehr spielen Faktoren wie die Anzahl der Tankstellen in einer Region, der Wettbewerb und die Nachfrage eine Rolle. „In strukturschwachen Regionen mit wenigen Tankstellen sind die Preise oft höher als in Ballungszentren“, erklärt der ADAC-Sprecher.

Die aktuelle Auswertung zeigt, dass sich ein Blick auf die Preise lohnt – vor allem für Vielfahrer. Laut ADAC können Autofahrer durch den Vergleich von Tankstellen und günstigen Tankzeiten im Schnitt bis zu 150 Euro pro Jahr sparen. „Das ist ein Betrag, der sich sehen lassen kann“, so der Sprecher.

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