Der Münchner Autobauer BMW hat aufgrund der Krise in China und des Krieges im Nahen Osten seine Gewinnprognose gesenkt. Der Vorstand rechnet nun mit einem deutlichen Rückgang des Vorsteuerergebnisses, statt wie bisher erwartet mit einem moderaten Rückgang. Zahlen nannte das Unternehmen in seiner Mitteilung am Dienstagabend nicht.
Gewinnmarge sinkt deutlich
Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft werde nur noch bei einem bis drei Prozent liegen. Bislang war eine Spanne von vier bis sechs Prozent prognostiziert worden. Beim Absatz sagen die Münchner ein leichtes Minus voraus. Zudem rechnet der BMW-Vorstand nun damit, dass auch die Zahl der ausgelieferten Autos sinken wird. Bisher war man von gleichbleibenden Auslieferungen ausgegangen.
Ursachen: Irankrieg und schwacher chinesischer Markt
Der Konzern machte die Auswirkungen des Irankriegs und die negative Entwicklung des chinesischen Automarkts verantwortlich. Letztere habe sich im zweiten Quartal weiter beschleunigt, hieß es. Ein stärkerer Absatz in Europa und den USA könne das nicht ausgleichen. Dazu komme ein Einmaleffekt durch zusätzliche Sparmaßnahmen.
Sparmaßnahmen beschleunigt
Die BMW-Chefetage will nun Sparmaßnahmen durch nicht näher erläuterte „weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen“ beschleunigen. Die Kostensenkung soll zwar mittelfristig positive Auswirkungen haben, wird jedoch im zweiten Halbjahr das Ergebnis belasten. In China sind die Autoabsatzzahlen eingebrochen, eine Entwicklung, die nicht nur BMW trifft. Nach jüngsten Daten des chinesischen Autoindustrieverbands CPCA sanken die Verkäufe zwischen Januar und Mai im Jahresvergleich um fast 20 Prozent.
Mehr: Ergebnisse der deutschen Autobauer erodieren weiter – „Der wichtigste Gewinnmotor ist weggebrochen“ rtr, dpa



