Bryson DeChambeau ist einer der besten Golfer der Welt – und ein Vertrauter von Donald Trump. Die British Open am Wochenende haben gezeigt: Die Nähe zum US-Präsidenten scheint abzufärben. In einer Kolumne für den SPIEGEL kommentiert Peter Ahrens das Verhalten des US-Golfers.
DeChambeaus fragwürdige Taktik
Bei den diesjährigen British Open in Royal Birkdale sorgte DeChambeau für Aufsehen – nicht wegen seiner sportlichen Leistung, sondern wegen seines unsportlichen Verhaltens. Laut Augenzeugen soll der 32-Jährige mehrfach gegen die Golfregeln verstoßen haben, indem er seinen Ball in verbotener Weise markierte und die Spielgeschwindigkeit bewusst verzögerte. „Das erinnert an die Methoden von Trump: Regeln werden gebeugt, solange es dem eigenen Vorteil dient“, schreibt Ahrens.
Trump als Vorbild?
DeChambeau hat mehrfach seine Bewunderung für Trump geäußert und trainiert regelmäßig auf dessen Golfplätzen. Kritiker sehen darin eine gefährliche Entwicklung für den Golfsport. „Wenn einer der besten Spieler der Welt sich solche Tricks erlaubt, setzt das ein falsches Signal für den gesamten Sport“, zitiert Ahrens einen anonymen Funktionär des Weltgolfverbandes. DeChambeau selbst wies die Vorwürfe zurück und sprach von Missverständnissen.
Reaktionen aus der Golfwelt
Die Vorfälle haben eine Debatte über Fairness im Golfsport ausgelöst. Mehrere Profis äußerten sich kritisch. „Man kann nicht einfach die Regeln ignorieren, nur weil man gut ist“, sagte der englische Golfer Tommy Fleetwood. Die British Open endeten mit einem Sieg des Nordiren Rory McIlroy, der sich betont fair verhielt. DeChambeau belegte einen enttäuschenden 18. Platz.
Fazit der Kolumne
Ahrens resümiert: „Von Trump zu lernen, bedeutet offenbar, Schummeln zu lernen. Bryson DeChambeau sollte sich besser auf sein Spiel konzentrieren, statt politische Vorbilder zu imitieren.“ Die Kolumne endet mit der Hoffnung, dass der Golfsport seine Werte bewahren kann.



