Preußen Münster: Tim Dietrich will Führungsrolle und Startelfplatz
Dietrich will Führungsrolle und Startelfplatz bei Preußen

Tim Dietrich (23) ist entschlossen, sich bei Preußen Münster durchzusetzen. Der ablösefreie Neuzugang von Schalkes U23 hat in den ersten Testspielen gegen Eintracht Rheine (1:0), Kickers Emden (5:1) und Jeddeloh II (3:0) bereits einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen. Er zeigte, dass er im Abwehrzentrum eine echte Alternative sein kann, obwohl die Konkurrenz groß ist.

Sechs Innenverteidiger im Kader

Der Drittligist verfügt mit Niko Koulis (27), Lucas Zeller (26), Torge Patow (30), Simon Scherder (33), Antonio Tikvic (22) und Dietrich über sechs robuste Innenverteidiger. Das schreckt den 23-Jährigen nicht ab. „Ich weiß, dass ich mir als Neuzugang aus der 4. Liga meinen Platz erst einmal hart erkämpfen muss. Trotzdem ist es natürlich mein Ziel, beim Saisonauftakt möglichst in der Startelf zu stehen“, sagt Dietrich.

Führungsanspruch und Erfahrung

Dietrich ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und voranzugehen. „Ich bin mit 23 Jahren auch nicht mehr der Allerjüngste, habe schon einige Stationen hinter mir. Und das versuche ich, an die anderen weiterzugeben“, begründet er seinen Führungsanspruch. Der gebürtige Seehäuser (Sachsen-Anhalt) wechselte bereits mit 12 Jahren ins Internat des 1. FC Magdeburg, später zu Werder Bremen. Die Besuche bei der Familie wurden seltener, doch für Dietrich war das kein Problem: „Das war völlig okay für mich. Ich hatte nie wirklich Heimweh, war ja täglich mit meinen Fußball-Kumpels zusammen. Eine tolle Zeit.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Stationen und Wechsel nach Münster

Von Werders Junioren ging es zur U23, dann zum Halleschen FC, über Kickers Emden und Schalke II zu den Adlerträgern. Als die Anfrage aus Münster kam, fragte Dietrich Ex-Preuße Gerrit Wegkamp (32) um Rat. „Wego hat mir nur Gutes über Preußen und die Stadt sagen können. Mir war deshalb schnell klar, dass ich das Angebot annehme.“

Integration und Wohnsituation

Seit drei Wochen trainiert Dietrich mit der Mannschaft. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden und hatte gleich einen prima Draht zu den Jungs. Obwohl ich vorher keinen von ihnen persönlich kannte“, freut sich Dietrich. Er wohnt mit seiner Partnerin Lara und Hündin „Nala“ in einem Außenbezirk Münsters – im gleichen Haus wie Teamkollege Niko Koulis. Die direkte Nachbarschaft mit einem Positionsrivalen sieht er nicht als Problem: „Wir spielen mit Dreierkette, somit sind wir jeweils doppelt besetzt. Das ist richtig und wichtig so, immerhin wird die Saison lang und hart. Da brauchen wir jeden einzelnen Profi.“

Trainer und Saisonziele

Vom Training und der Spielidee von Chefcoach Thomas Wörle (44) ist Dietrich überzeugt. „Wenn sie greift, können wir sicherlich eine ordentliche Rolle in der Meisterschaftsrunde mitspielen“, glaubt er. Im zweiten Jahr sollen die Preußen nach Abschluss des Stadionumbaus die Zweitliga-Rückkehr anpeilen. Vielleicht wird Dietrich dabei zum Schlüsselspieler.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration