Rekordquartal für E-Auto-Neuzulassungen
Die staatliche Prämie für Elektroautos hat im zweiten Quartal 2026 zu einem Rekordwert bei den Neuzulassungen geführt. Laut einer Untersuchung der Beratungsfirma EY stiegen die Elektro-Neuzulassungen um 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp 208.400 Fahrzeuge – der höchste jemals gemessene Quartalswert. Doch während der Markt insgesamt boomt, profitieren ausländische Hersteller überproportional.
Deutsche Hersteller verlieren Marktanteile
Die deutschen Autokonzerne verzeichneten zwar einen Anstieg von 31 Prozent, ihr gemeinsamer Marktanteil sank jedoch um fast zehn Prozentpunkte auf 53,9 Prozent. „Die deutsche Autoindustrie verliert insgesamt weiter Marktanteile“, heißt es in der EY-Mitteilung. Chinesische Hersteller legten der Studie zufolge um 64 Prozent zu und steigerten ihren Marktanteil leicht von 9,3 auf 9,9 Prozent. Noch stärker wuchsen die übrigen ausländischen Hersteller, vor allem Tesla, mit einem Plus von 101 Prozent und einem Marktanteil von nun 36,2 Prozent (zuvor 27,6 Prozent).
EY-Experte: Förderung als „massiver Booster“
EY-Experte Constantin Gall bezeichnet die Förderung als „massiven Booster“. Allerdings seien es „aktuell die ausländischen Marken, die am dynamischsten wachsen, während die deutschen Autobauer Marktanteile verlieren“. Als Grund nennt er das günstigere Modellangebot ausländischer Hersteller: „Hier sitzt die Kernzielgruppe der Förderung – preissensible Käufer mit niedrigerem Einkommen, für die der staatliche Zuschuss häufig kaufentscheidend ist.“
Details zur Förderung
Voraussetzung für die E-Förderung ist eine Zulassung des Fahrzeugs seit dem 1. Januar 2026. Die Höhe des staatlichen Zuschusses variiert je nach Fahrzeug, Haushaltseinkommen und Familiengröße und liegt zwischen 1500 und 6000 Euro. Die Prämie gilt ausschließlich für Privatautos, nicht für Dienstwagen.



