Der FC Bayern München hat seine Transferpolitik grundlegend geändert. Sportvorstand Max Eberl treibt die Kaderplanung so früh voran wie lange nicht mehr. Die Millionen-Neuzugänge Ismael Saibari und Jamie Brown sind bereits fix, Leistungsträger Konrad Laimer bleibt. Hinter dieser Kehrtwende steckt eine klare Strategie, die auf eine öffentliche Ansage von Ehrenpräsident Uli Hoeneß zurückgeht.
Hoeneß forderte radikale Wende
Auslöser war eine sportliche Blamage in der vergangenen Saison, nach der Hoeneß öffentlich eine radikale Kehrtwende forderte. Der Ehrenpräsident kritisierte die zögerliche Transferpolitik und verlangte mehr Entschlossenheit. Eberl reagierte umgehend: Statt wie in den Vorjahren bis zum Sommer zu warten, wurden die ersten Neuzugänge bereits im April unter Vertrag genommen.
Die neuen Transfers im Detail
Der marokkanische Mittelfeldspieler Ismael Saibari wechselte für rund 25 Millionen Euro von PSV Eindhoven zum Rekordmeister. Der 23-Jährige gilt als eines der größten Talente Europas. Zudem sicherte sich der FC Bayern die Dienste des englischen Stürmers Jamie Brown, der für 18 Millionen Euro von Manchester City kam. Beide Spieler sollen den Kader verjüngen und beleben.
Laimer bleibt – Signal für Kontinuität
Neben den Neuzugängen setzt Eberl auch auf Kontinuität: Konrad Laimer, der zuvor als Wechselkandidat galt, bleibt dem Verein erhalten. Der österreichische Nationalspieler unterschrieb einen neuen Vertrag bis 2028. „Laimer ist ein absoluter Führungsspieler und wichtig für unsere Identität“, begründete Eberl die Entscheidung.
Problemfälle belasten den Kader
Trotz der Fortschritte steht Eberl weiter unter Beobachtung. Problemfälle wie João Palhinha, der im Sommer für 65 Millionen Euro kam und sich nicht durchsetzen konnte, belasten den Kader. Auch andere Ladenhüter wie Eric Maxim Choupo-Moting und Bouna Sarr finden keine Abnehmer. „Die Transferstrategie ist nur dann erfolgreich, wenn es gelingt, die Altlasten zu entsorgen“, analysierte ein Vereinsexperte.
Eberls Zukunft hängt vom Erfolg ab
Die neue Strategie ist ein Befreiungsschlag, aber auch ein Risiko. Sollte es Eberl nicht gelingen, die Problemfälle abzugeben und die Neuzugänge zu integrieren, könnte dies seine Zukunft als Sportvorstand gefährden. „Eberl muss sich jetzt an seinen eigenen Maßstäben messen lassen“, sagte ein Insider. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der neue Plan aufgeht.



