Fünf Experten-Tipps für langlebige Autoreifen: Sicherheit und Komfort maximieren
Fünf Tipps für langlebige Autoreifen: Sicherheit maximieren

Fünf Experten-Tipps für langlebige Autoreifen: Sicherheit und Komfort maximieren

Autoreifen bilden die einzige direkte Verbindung zwischen Fahrzeug und Straßenoberfläche – ihr Zustand entscheidet maßgeblich über die Sicherheit und den Fahrkomfort. Während die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern allgemein bekannt ist, warnen Experten eindringlich vor dieser Grenze. Tatsächlich wird es bereits bei weniger als 3 Millimetern bei Sommerreifen und unter 4 Millimetern bei Winterreifen kritisch. Wer zu lange mit dem Reifenwechsel wartet, riskiert nicht nur verlängerte Bremswege und Bußgelder, sondern im schlimmsten Fall einen schweren Unfall.

1. Reifendruck regelmäßig und manuell kontrollieren

„Ein optimaler Reifendruck ist entscheidend für Sicherheit, Reifenlebensdauer und den Energieverbrauch eines Automobils“, betont Thomas Michel, Chief Technical Officer bei Pirelli Deutschland. Ein zu niedriger Fülldruck erhöht den Rollwiderstand und damit den Kraftstoff- oder Stromverbrauch, während ein zu hoher Druck den Fahrkomfort und die Bodenhaftung beeinträchtigt. Obwohl viele moderne Fahrzeuge über Reifendruck-Kontrollsysteme (RDKS) verfügen, sollten Autofahrer den Druck mindestens einmal monatlich und besonders vor längeren Fahrten manuell überprüfen.

Expertenhinweis: „Bei Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden, die aufgrund der schweren Batterien oft mehr Gewicht auf die Achsen bringen, ist die Einhaltung des korrekten Drucks besonders wichtig, um die Reichweite zu maximieren und den Reifenverschleiß zu minimieren“, erklärt Michel.

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2. Gründliche Schadensinspektion durchführen

„Schäden an den Reifen, wie Schnitte, Risse oder Beulen, erhöhen das Risiko einer Reifenpanne erheblich und sollten daher frühzeitig erkannt werden“, erläutert der Pirelli-Experte. Eine monatliche Sichtprüfung ist Pflicht, zusätzlich sollten die Reifen nach Fahrten auf schlechten Straßen oder nach heftigen Bordsteinkontakten untersucht werden.

Expertenhinweis: „Machen Sie eine gründliche Sichtprüfung und achten Sie auf Risse, Beulen, ungewöhnliche Abnutzungsmuster und eingedrungene Fremdkörper“, rät Michel. „Bei Unsicherheiten oder verdächtigen Anzeichen sollte umgehend eine Fachwerkstatt konsultiert werden. Insbesondere bei Elektroautos, die durch ihr höheres Gewicht und Drehmoment die Reifen stärker beanspruchen, ist auf feine Risse oder ungleichmäßigen Verschleiß zu achten.“

3. Räder auswuchten und Achsvermessung nicht vernachlässigen

Eine Unwucht kann zu ungleichmäßigem Reifenabrieb, erhöhtem Verschleiß und störenden Vibrationen führen. Zusätzlich belastet sie Stoßdämpfer und Radaufhängung übermäßig.

Expertenhinweis: Lassen Sie die Räder bei jedem Reifenwechsel oder bei Ganzjahresreifen alle sechs Monate auf Unwuchten prüfen und gegebenenfalls auswuchten. Eine präzise Achsvermessung sollte jährlich oder nach einem starken Stoß, beispielsweise gegen einen Bordstein, durchgeführt werden.

4. Richtige Lagerung verlängert die Lebensdauer

Unsachgemäße Lagerung führt zu Deformationen und Materialschäden, was die Lebensdauer der Reifen erheblich verkürzt. Wer nicht genügend Platz zu Hause hat, kann die Reifen gegen eine geringe Gebühr beim Fachhändler einlagern.

Expertenhinweis: Reifen ohne Felgen sollten stehend gelagert und gelegentlich gedreht werden, um Druckstellen zu vermeiden. Bereits montierte Reifen auf Felgen werden idealerweise liegend gestapelt. Wichtig ist zudem, dass die Reifen nicht mit aggressiven Chemikalien wie Benzin oder Öl in Kontakt kommen, da diese das Gummi angreifen können.

5. Das Reifenalter beachten – Gummi verhärtet sich

Mit zunehmendem Alter verhärtet sich das Gummi der Reifen, was die Haftung und damit die Sicherheit beeinträchtigen kann.

Expertenhinweis: Auch bei ausreichender Profiltiefe sollten Reifen in der Regel nach sechs bis acht Jahren ausgetauscht werden. Das Produktionsdatum lässt sich auf der Reifenflanke im DOT-Code ablesen (zum Beispiel „DOT 1224“ für die Produktion in der 12. Kalenderwoche des Jahres 2024).

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Durch die Beachtung dieser fünf zentralen Pflegeaspekte können Autofahrer nicht nur die Sicherheit und den Fahrkomfort deutlich erhöhen, sondern auch die Lebensdauer ihrer Reifen maximieren und damit langfristig Kosten sparen.