Modelle der Ober- und Luxusklasse erleben nach kurzer Zeit oft einen hohen Wertverlust – eine bekannte Marktentwicklung. Doch in den letzten fünf Jahren ist der Preisverfall bei Luxus-Stromern außergewöhnlich. Größter Unsicherheitsfaktor bleibt der teure Akku, der sich vor dem Kauf einfach prüfen lässt.
Der Genesis G80 ist ein spezieller Typ: Die Elektro-Limousine wirkt exotisch, ist aber mit zuverlässiger Großserientechnik aus dem Hyundai-Konzern ausgestattet. Der Fünf-Meter-Gleiter bietet feinste Materialien und ist bestens verarbeitet. Die 800-Volt-Technologie ermöglicht schnelles Laden (maximal 240 kW), und der Verbrauch ist mit 21,2 kWh im Test sparsamer als bei einer vergleichbaren Mercedes EQE Limousine. Schwachstellen sind die hohe Sitzposition durch den Akku, ein großer Wendekreis von 12,3 Metern, ein kleiner Kofferraum (354 Liter) und mäßiger Federungskomfort.
Der Mercedes EQE SUV ist mit 4,86 Metern Länge die kompakte Version des EQS SUV. Er bietet feinste Fahreigenschaften, gute Sitze und einen abgestimmten E-Antrieb. Dennoch floppte er wegen extrem hoher Preise – der größere BMW iX ist günstiger. Die Karosserie ist aerodynamisch, aber nicht markant. Schwachstellen: Ladeleistung von 170 kW, Anhängelast von nur 1,8 Tonnen (ein VW Golf schafft das auch), Zuladung von 467 kg und Ladevolumen von 520-1675 Litern.
Der Porsche Taycan begeistert mit Fahrvergnügen, Lenkung, Bremse und Luftfahrwerk. Er ist führend bei Beschleunigung, Rekuperation und Ladegeschwindigkeit (800-Volt). Der Wertverlust ist extrem: Basis-Modelle gibt es unter 50.000 Euro, höher motorisierte Versionen verloren noch mehr. Das Facelift 2024 drückt die Preise weiter. Fast neue Vor-Facelift-Modelle werden mit fast 50 Prozent Nachlass verkauft. Schwachstellen: gelegentliche Ladeunterbrechungen und zähes Infotainment.
Weitere Luxus-E-Autos mit hohem Wertverlust, etwa von BMW, finden sich im ausführlichen Bericht bei AUTO BILD.



