Mercedes E-Klasse (W 213): Bauzeit 2016 bis 2023
Die Mercedes E-Klasse der Baureihe W 213 wurde von 2016 bis 2023 produziert und rückt technisch näher an die S-Klasse (W 222) heran. Die Limousine misst 4,92 Meter, das T-Modell ist einen Zentimeter länger. Die modulare MRA-Plattform ermöglicht Gleichteile mit C-Klasse, S-Klasse und AMG GT. 2017 kamen Coupé und Cabrio hinzu, das All Terrain-Modell bietet eine SUV-ähnliche Optik mit 4Matic. Eine Modellpflege erfolgte 2020.
Die Motorenpalette reicht von 150 PS (E 200 d) bis 612 PS (Mercedes-AMG E 63 S 4Matic). Der Basisdiesel E 200 d erreicht 224 km/h und ist sparsam. Die 9G-Tronic schaltet flott, benötigt aber regelmäßige Wartung. Die optionale Airmatic-Luftfederung ist verzichtbar. Das MBUX-System überzeugt mit guter Sprachsteuerung, die Sitze und Dämmung sind erstklassig.
Probleme und Rückrufe beim W 213
Häufige Mängel sind ausfallende NOx-Sensoren, Störungen im Infotainment und Kühlmittelverlust. Im AUTO BILD-Dauertest 2019 erreichte ein E 220 d T-Modell die Note 2, wobei GPS-Antenne und CO₂-Klimaanlage nicht zuverlässig waren. Es gab rund drei Dutzend Rückrufe, allein fünf zwischen Januar und Juli 2025 – unter anderem wegen Brandgefahr, fehlerhafter Hinterachsverschweißung und drohendem Antriebsverlust. Frühere Rückrufe betrafen Airbags, Gurtschlösser, eCall, Lenkung und Kraftstofflecks.
Der Gebrauchtpreis startet bei etwa 15.500 Euro. Der W 213 ist aerodynamischer und hat weniger Kanten im Blech. Die Achsaufhängungen können bei hohen Laufleistungen überfordert sein.
Mercedes E-Klasse (W 212): Bauzeit 2009 bis 2016
Der Vorgänger W 212 wurde von 2009 bis 2016 gebaut und ist für hohe Laufleistungen bekannt – über 500.000 Kilometer sind keine Seltenheit. Es gab Limousine, Kombi, Coupé und Cabrio, wobei letztere technisch teils auf der C-Klasse (W 204) basieren. Das Facelift 2013 brachte eine komplett neue Front ohne das Vieraugengesicht. Der Gebrauchtpreis startet bei etwa 4.000 Euro.
Die Motoren reichen von 136 PS (200 CDI) bis 585 PS (E 63 AMG). Die V6-Diesel (drei Liter Hubraum, 204 bis 265 PS) sind effizient und laufruhig. Die Automatikgetriebe hatten anfangs fünf, dann sieben und ab 2014 neun Stufen. Das T-Modell bietet bis zu 1950 Liter Ladevolumen – mehr als der W 213.
Probleme und Rückrufe beim W 212
Beim OM651-Diesel bereiten Partikelfilter, Injektoren und Steuerkette Probleme. Rost am Hinterachsträger wurde von Mercedes mit Kulanz behandelt. Viele Rückrufe betrafen lose Leitungen der Servolenkung, mangelhafte Lenkgetriebe (nur 4Matic), Airbagprobleme und Servolenkungsausfälle. Zudem sind Feststellbremse und Bremsleitungen große Themen.
Fazit: Welche E-Klasse ist empfehlenswert?
Laut TÜV-Report sollten Käufer den W 213 bevorzugen. Er ist jünger und nach aktuellem Stand weniger anfällig als der W 212, was ihn auf lange Sicht günstiger machen kann. Besonders im Blick behalten sollte man die Achsaufhängungen. Beim W 212 sind zudem Feststellbremse und Bremsleitungen kritisch. Den vollständigen Artikel mit weiteren Daten und Infos lesen Sie auf autobild.de.



