Deutschland verkauft für einen Milliardenbetrag bis zu zwölf U-Boote der Klasse 212 CD an Kanada. Die U-Boote des Rüstungsunternehmens TKMS gehören zu den besten der Welt und sind für den Feind kaum aufzuspüren.
Hightech-Waffensystem mit Tarnkappen-Eigenschaften
Die U212 CD ist deutlich größer als ihre Vorgänger und verdrängt rund 2.500 Kubikmeter Wasser – das entspricht dem Fassungsvermögen eines olympischen Schwimmbeckens. Auffällig ist die trapezförmige Bauweise: Während frühere U-Boote einen runden Rumpf hatten, lenkt die neue Form Sonar-Wellen in verschiedene Richtungen ab, wodurch das Boot kaum geortet werden kann. Eine Hülle aus entmagnetisiertem Stahl reduziert die Ortbarkeit zusätzlich.
Ein spezieller, nahezu lautloser Brennstoffzellen-Motor ermöglicht höhere Geschwindigkeiten und wochenlange Tauchfahrten. Bewaffnet werden kann die U212 CD mit dem Torpedo CHWT, der sich noch in der Entwicklung befindet, sowie der Lenkrakete IDAS, die ohne aufzutauchen gestartet werden kann. Damit sollen etwa Helikopter bekämpft werden, die Jagd auf U-Boote machen.
Anti-Torpedo-Torpedo und Arktis-Präsenz
Ein neuartiger Anti-Torpedo-Torpedo schützt das Boot vor ankommenden Torpedos, indem er sie zerstört. Die U212 CD soll künftig im Nordatlantik operieren und die militärischen Fähigkeiten in der Arktis stärken. NATO-Chef Mark Rutte (59) fordert, „die Position in der Region zu stärken.“ Zuletzt hatte die US-Regierung unter Präsident Donald Trump ihren Anspruch auf Grönland erneut bekräftigt.
Neben Kanada und Deutschland hat auch Norwegen die U212 CD bestellt. Die Auslieferung soll 2029 starten. Die Kosten für eine Einheit werden auf etwa eine Milliarde Euro geschätzt. Israels Militär stehen mit der Dolphin-Flotte ähnliche U-Boote zur Verfügung, die ebenfalls von TKMS gebaut wurden.



