Boxen-Schreck: Hamilton fährt Ferrari-Mechaniker an – keine Verletzung
Hamilton fährt Ferrari-Mechaniker an – Entwarnung

Schreckmoment beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps: Ferrari-Pilot Lewis Hamilton hat bei seinem Boxenstopp versehentlich einen Mechaniker angefahren. Der Vorfall ereignete sich während des Reifenwechsels in der Rennmitte, als Hamilton nach einer Fünf-Sekunden-Strafe wieder losfuhr. Teamchef Frédéric Vasseur gab Entwarnung: Der Mechaniker sei unverletzt, es gehe ihm gut. Ferrari könnte wegen des Vorfalls allerdings eine Strafe erhalten.

Hergang des Unfalls

Hamilton musste die Strafe absitzen, die ihm die Rennkommissare wegen einer Kollision mit Mercedes-Pilot George Russell in der ersten Runde auferlegt hatten. Während des Boxenstopps versuchte der Mechaniker, den Frontflügel zu justieren, da Hamilton sich zuvor über Balanceprobleme beklagt hatte. Als der Brite losfuhr, traf er den Mechaniker leicht. Hamilton fragte sofort per Funk: „Ist er in Ordnung? Es wurde grün.“ Die Boxenstopps in der Formel 1 werden aus Sicherheitsgründen unter einer Ampelphase durchgeführt. Vasseur erklärte bei Sky: „Es war ein Fehler mit der Prozedur, denn das Licht war grün, Lewis konnte fahren. Es war einfach ein Fehler und etwas Pech dabei.“

Rennverlauf und Platzierung

Hamilton beendete das Rennen auf Rang vier hinter Sieger Kimi Antonelli (Mercedes), seinem Ferrari-Kollegen Charles Leclerc und Red-Bull-Star Max Verstappen. In der Fahrer-WM liegt er nun mit 159 Punkten auf Platz zwei hinter Antonelli (204). Hamilton kommentierte sein Wochenende: „Wenn man sieht, was passiert ist, den Schaden am Auto, den Unfall gestern, alles, was passiert ist – ich hatte dann auch das falsche Setup –, dann ist es definitiv noch positiv, die Punkte mitzunehmen.“ Im dritten Freien Training hatte er seinen Ferrari bei einem Austritt beschädigt, doch seine Crew machte den SF-26 zum Qualifying rechtzeitig wieder flott.

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Strafe und Reaktionen

Die Strafe für den Unfall mit Russell hielt Hamilton für überzogen: „Ich denke, es war ein Rennunfall. Es war keine Absicht. Er kam von außen, ich war direkt hinter Max (Verstappen). Es ist nicht so, als wäre ich in ihn reingefahren. Es war einfach ein Rennvorfall, ein Unfall. Natürlich ist es nicht toll, dafür bestraft zu werden. Ich hatte dann auch ein paar Beschädigungen am Auto, das hat das Rennen natürlich schwieriger gemacht.“ Auch Russell sprach von einer „etwas harten Strafe“ gegen seinen Landsmann.

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