Instagram-Elf der WM: Ronaldo auf Platz 1, kein Deutscher dabei
Instagram-Elf der WM: Ronaldo auf Platz 1, kein DFB-Star

Cristiano Ronaldo (41) ist der unangefochtene Social-Media-König der Fußball-Weltmeisterschaft. Der Portugiese hat auf Instagram 666 Millionen Follower – so viele wie 93 Prozent aller WM-Spieler zusammen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der HHL Leipzig Graduate School of Management, die die Reichweiten aller 1245 WM-Teilnehmer, 48 Trainer und Verbände untersuchte. Aus den Follower-Zahlen wurde ein simulierter Turnierbaum und eine Social-Startelf (Spieler mit den meisten Followern auf jeder Position) ermittelt.

Ronaldo thront einsam an der Spitze

Mit 666 Millionen Followern liegt Ronaldo nicht nur vor allen anderen Fußballern, sondern auch vor sämtlichen anderen Instagram-Nutzern weltweit. Hinter ihm folgen Lionel Messi (38, Argentinien) mit 507 Millionen, Neymar (34, Brasilien) mit 234 Millionen und Kylian Mbappé (27, Frankreich) mit 131 Millionen Followern. In der Top-11 und unter den 20 reichweitenstärksten Spielern ist kein einziger deutscher Nationalspieler oder Bundesliga-Profi vertreten.

Real Madrid dominiert die Social-Media-Elf

Acht der elf Stars in der Instagram-Startelf spielen oder haben früher bei Real Madrid gespielt: Ronaldo, Mbappé, Jude Bellingham, Luka Modric, David Alaba, Achraf Hakimi, James Rodriguez und Thibaut Courtois. Das unterstreicht die internationale Strahlkraft des spanischen Spitzenklubs.

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DFB hinkt hinterher

Beim DFB ist Torwart Manuel Neuer (40) mit 15 Millionen Followern der Social-Media-Star. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) kommt nur auf 494.000 Follower – Platz 7 unter den WM-Trainern. Die digitale Krone trägt Brasiliens Coach Carlo Ancelotti (67) mit 18,2 Millionen Followern. Thomas Tuchel (England), Didier Deschamps (Frankreich) und Luis de la Fuente (Spanien) haben gar keinen offiziellen Instagram-Account.

Fehlende Superstars in der Bundesliga

Prof. Dr. Henning Zülch von der HHL Leipzig sagte: „Deutschland ist, was Social Media angeht, eher konservativ aufgestellt. In diesem Kontext fehlen der Bundesliga Superstars. Wenn sie sich die LaLiga anschauen, die lebt von Real und Barcelona, aber auch den Einzelspielern in der internationalen Vermarktung. Die Premier League auch. Und da merkt man, das ist ein Teilschritt der Internationalisierungsstrategie. Und da mangelt es in Deutschland.“

Die Studie zeigt, dass die deutschen Nationalspieler und die Bundesliga im internationalen Social-Media-Vergleich deutlich zurückliegen. Während Cristiano Ronaldo mit seiner riesigen Fangemeinde glänzt, bleibt der DFB in der digitalen Wahrnehmung blass.

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