Die Verhandlungen zwischen dem Premier-League-Klub Tottenham Hotspur und Sebastian Kehl (46), dem langjährigen Sportdirektor von Borussia Dortmund, sind auf der Zielgeraden geplatzt. Wie BILD exklusiv erfahren hat, konnten sich beide Seiten nicht einigen – der Deal ist endgültig gescheitert.
Kehl und Tottenham beenden Gespräche
Der gebürtige Dortmunder Kehl und die Tottenham-Verantwortlichen hatten die seit Wochen andauernden Gespräche nach seinem offiziellen Abschied im Signal Iduna Park nach dem 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt am 8. Mai noch einmal intensiviert. Kehl war sogar persönlich zu Verhandlungen nach London gereist. Doch trotz der fortgeschrittenen Gespräche konnte keine Einigung erzielt werden.
Grund für das Scheitern
Der Hauptgrund für die Absage liegt in den unterschiedlichen Vorstellungen über die strategische Ausrichtung des Vereins. Tottenham Hotspur, das in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entgangen war, suchte nach einer klaren sportlichen Neuausrichtung. Kehl, der als Sportdirektor bei Borussia Dortmund große Erfolge feierte, sollte gemeinsam mit dem bereits im Klub tätigen Sportdirektor Johan Lange den Traditionsverein wieder in die Spur bringen. Doch die Vorstellungen über den einzuschlagenden Weg gingen offenbar zu weit auseinander.
Kehl bereits in Gesprächen mit anderen Top-Klubs
Nach Informationen dieser Zeitung befindet sich Kehl derzeit in Gesprächen mit weiteren internationalen Spitzenklubs. Der 46-Jährige, der den BVB nach 23 Jahren im Verein verlassen hat, genießt weiterhin einen exzellenten Ruf in der Fußballbranche. Es wird erwartet, dass er bald eine neue Herausforderung annimmt.
Hintergrund: Kehls Abschied von Borussia Dortmund
Kehl und Borussia Dortmund hatten sich am 22. März einvernehmlich getrennt. Der Ur-Borusse, der den Klub als Spieler und später als Funktionär geprägt hatte, verließ den Verein nach mehr als zwei Jahrzehnten. Sein Abschied war von beiden Seiten als notwendiger Schritt für eine Neuausrichtung bezeichnet worden.
Für Tottenham bleibt nun die Aufgabe, einen geeigneten Kandidaten für die sportliche Leitung zu finden, der gemeinsam mit Lange die Wende einleiten kann. Die Spurs haben in der abgelaufenen Saison nur knapp den Klassenerhalt in der Premier League gesichert und müssen dringend ihre Strukturen verbessern.



