Rund drei Wochen vor dem Start der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen hat der nicht nominierte Olympiasieger Christian Kukuk beim Fünf-Sterne-Turnier in Riesenbeck einen starken dritten Platz belegt. Mit seinem Toppferd Checker meisterte er zwei fehlerfreie Runden und zog souverän ins Stechen ein. Dort war er zwar erneut ohne Abwurf, aber nicht schnell genug für den Sieg. Sieger wurde der Luxemburger Victor Bettendorf mit Gibbs Un Prince, Zweiter wurde Daniel Deußer mit Pepita.
Kukuk bleibt bei Kritik an Bundestrainer Becker
Kukuk war von Bundestrainer Otto Becker nicht für das WM-Quartett nominiert worden, was bei dem Olympiasieger für Verstimmung sorgte. Er sprach von einem gestörten Vertrauensverhältnis. In Riesenbeck bekräftigte er: „Ich stehe immer noch dazu, was ich gesagt habe.“ Kukuk und Checker reisen nur als Reservepaar mit nach Aachen. Das deutsche WM-Team besteht aus Marcus Ehning mit Coolio, Sophie Hinners mit Singclair, Richard Vogel mit United Touch und Daniel Deußer mit Otello.
Global Champions Tour in Riesenbeck
Das Turnier in Riesenbeck ist die einzige deutsche Etappe der Global Champions Tour, einer Serie mit 15 Stationen und dem weltweit höchsten Preisgeld. Kukuk, der bei seinem ehemaligen Chef Ludger Beerbaum reitet, zeigte sich trotz des WM-Ärgers in Topform. Die Millionen-Serie lockt die besten Springreiter der Welt an und bietet Preise in Millionenhöhe.
Mit Platz drei in Riesenbeck unterstreicht Kukuk seine Klasse und sendet ein deutliches Signal an die Konkurrenz. Ob er bei der WM in Aachen als Ersatzreiter zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Olympiasieger ist in bestechender Form und bereit für die große Bühne.



