Sam Laidlow gewinnt Challenge Roth in Weltrekordzeit
Laidlow siegt in Roth mit Weltbestzeit

Sam Laidlow hat die Challenge Roth in einer neuen Weltbestzeit gewonnen. Der 27-jährige Franzose benötigte für die Langdistanz 7:21:04 Stunden und unterbot damit die bisherige Bestmarke des Norwegers Kristian Blummenfelt um 20 Sekunden. Laidlow verwies Blummenfelt mit einem Vorsprung von 5:20 Minuten auf den zweiten Platz.

„Ich war am Kämpfen, aber mein Team, meine Freundin und die Zuschauer haben mich ins Ziel getragen“, sagte Laidlow nach dem Rennen. Der dreimalige Ironman-Weltmeister Jan Frodeno, der vor zehn Jahren in Roth eine Weltbestzeit aufgestellt hatte, lobte die Leistung: „Einfach toll die Leistung von Sam.“

Blummenfelt geschlagen und Bestmarke abgenommen

Laidlow setzte sich gegen den großen Favoriten Kristian Blummenfelt durch, der im April beim Ironman Texas 7:21:24 Stunden benötigt hatte. In Roth erwies sich der Rückstand von fast 13 Minuten vor dem abschließenden Marathon als zu groß für den 32-jährigen Norweger. Von Platz fünf aus lief Blummenfelt noch auf Rang zwei vor, aber für den Sieg reichte es nicht.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die größte Überraschung des Tages gelang dem Leipziger Rico Bogen. Bei seinem ersten Langstrecken-Triathlon belegte der 25-Jährige den dritten Platz in 7:27:53 Stunden. Damit stellte er ebenfalls eine Bestmarke auf: Noch nie war ein Triathlet bei einem Langstrecken-Debüt schneller. „Ich bin super happy über den dritten Platz bei der ersten Langdistanz“, sagte Bogen. „Ich habe auf keinen Fall gedacht, dass das mit dem Podium klappt.“ Lange hatte es für ihn nach Platz zwei ausgesehen, doch auf der Laufstrecke musste er Blummenfelt ziehen lassen.

Patrick Lange kündigt Karriereende an

Der dreimalige Ironman-Weltmeister Patrick Lange hatte keine Chance, an der Spitze mitzuhalten. „Ich hatte keine Chance bei dem, was die abfeuern. Ich bin ja gut gefahren, aber die Zeiten...“, meinte der 39-Jährige aus Darmstadt. Er kündigte an, im kommenden Jahr in Roth seine Karriere zu beenden. Das Rennen bot einen würdigen Rahmen: Mit rund 300.000 Zuschauern wurde ein neuer Besucherrekord aufgestellt. „Das wird ein Zuschauerrekord“, sagte Renndirektor Felix Walchshöfer im Bayerischen Rundfunk.

Die Stimmung an der Strecke war für die Athleten beeindruckend. Roth-Neuling Bogen sagte: „Es war noch krasser als das, was ich gehört hatte.“ Auch die Frauen-Siegerin Alanis Siffert aus der Schweiz war begeistert. Sie gewann in 8:09:09 Stunden vor der Britin Lucy Charles-Barclay. Beste Deutsche war Caroline Pohle aus Leipzig, die bei ihrem Langstrecken-Debüt Fünfte wurde.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration