Bayer Leverkusen hat den nächsten Neuzugang für die kommende Saison an Land gezogen. Wie BILD exklusiv erfahren hat, wechselt Afonso Moreira (21) von Olympique Lyon zu den Rheinländern. Der portugiesische U21-Nationalspieler unterschreibt einen Vertrag bis zum Jahr 2031. Die Gesamtkosten des Transfers sollen die Grenze von 30 Millionen Euro nicht überschreiten.
Moreira: Der Senkrechtstarter der Ligue 1
Der Flügelstürmer war in der abgelaufenen Saison der absolute Durchstarter in der französischen Liga. Lyon hatte Moreira im Jahr 2025 für nur zwei Millionen Euro aus der zweiten Mannschaft von Sporting Lissabon verpflichtet. Nun muss der Klub sein Fan-Liebling allerdings direkt wieder abgeben – eine Auflage der Finanzaufsicht der Ligue 1. Moreira ist bekannt für seine enorme Geschwindigkeit und seine Dribbelstärke.
Ein Spieler für die linke Seite
Was genau holt sich Leverkusen mit Moreira? Der Rechtsfuß dribbelt mit hohem Tempo bevorzugt über den linken Flügel. Genau auf dieser Position hatte es bei Bayer zuletzt gehakt. Moreira selbst sagt über seine Stärken: „Ich kann das gleiche Tempo über 90 Minuten halten. Das ist im modernen Fußball sehr wichtig. Schon seit meiner Jugend fühle ich mich glücklich, wenn ich laufe. Ich liebe das Laufen einfach“, erklärte er gegenüber der französischen Sportzeitung „L'Équipe“.
Der 21-Jährige durchlief in Portugal sämtliche Jugendnationalmannschaften seit der U17. Ausgebildet wurde er in der renommierten Akademie von Sporting Lissabon. „Anfangs war ich eher ein zentraler Stürmer. Danach habe ich rechts und dann links gespielt. Das gab mir die Möglichkeit, mich auf beiden Flügeln anzupassen. In den Jahren bei Sporting habe ich sehr interessante Menschen kennengelernt, die mir geholfen haben, der zu sein, der ich heute bin – auch außerhalb des Platzes“, so Moreira im Klub-TV von Lyon.
Statistiken und Champions-League-Debüt
In der vergangenen Saison erzielte Moreira in 37 Pflichtspielen acht Tore und bereitete elf weitere vor. Bei den Profis von Sporting trainierte er zwar regelmäßig mit, kam aber nur auf sechs Einsätze. Dabei spielte er dreimal als Linksaußen und dreimal im linken Mittelfeld. Sein Debüt in der Champions League feierte er am 19. Februar 2025 beim 0:0 in der Zwischenrunde bei Borussia Dortmund. Diesen Moment beschreibt er mit leuchtenden Augen: „Das war der Guss auf der Torte, seit ich klein war, habe ich von diesem Moment geträumt. Es ist der beste Wettbewerb im Fußball. Ich kann nicht beschreiben, wie sich das angefühlt hat. Das waren Momente des Wahnsinns in meinem Kopf. Ich habe der Welt gezeigt, dass ich auf dieser Bühne sein kann. Ich bin hier, weil ich es verdient habe. Aber es ist erst ein Spiel. Und ein Spiel beschreibt nicht, wer ich bin.“
Mentor Paulo Fonseca
In Lyon war Landsmann Paulo Fonseca (53) nicht nur sein Trainer, sondern auch ein Mentor. „Er hat mir geholfen, meine Entscheidungen auf dem Spielfeld zu ändern, insbesondere in Angriffssituationen“, verrät Moreira. Er selbst beschreibt sich als „bescheiden, sehr familienbezogen und immer auf meine Ziele fokussiert“. Durch seinen Bruder und seinen Vater begann er mit dem Fußballspielen: „Ich bin immer noch derselbe Junge aus meiner Kleinstadt in Portugal. Meine Familie würde niemals zulassen, dass ich mich verändere – und ich will das auch gar nicht.“



