O2 Telefónica streicht jede sechste Stelle in Deutschland
O2 Telefónica streicht jede sechste Stelle

Der Mobilfunkanbieter O2 Telefónica baut in Deutschland jede sechste Stelle ab. Wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte, soll die Zahl der Vollzeitstellen bis Ende 2026 um bis zu 1100 sinken. Zum Jahresanfang 2026 beschäftigte O2 Telefónica 6820 Vollzeitkräfte. Der Stellenabbau betrifft vor allem interne Bereiche; die Anzahl der eigenen O2-Shops wird ebenfalls reduziert: Von rund 800 Standorten sollen 60 schließen, Franchise-Partner sind nicht betroffen.

Restrukturierungskosten und Abfindungen

Für die geplanten Maßnahmen bildet O2 Telefónica Rückstellungen in Höhe von 265 Millionen Euro. Den Beschäftigten werden Abfindungen und andere Angebote gemacht, um einen freiwilligen Abgang zu fördern. Deutschlandchef Santiago Argelich Hesse begründete den Schritt mit der Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Telefónica Deutschland. „Wir vereinfachen die Organisation, bündeln Tätigkeiten und intensivieren den Einsatz Künstlicher Intelligenz in zentralen Abläufen“, sagte Hesse.

Weitere Sparrunde für 2027 geplant

Der Stellenabbau ist Teil eines zweistufigen Sparprogramms. Bereits 2027 sollen weitere Kürzungen folgen, insbesondere im Bereich der Callcenter. Dafür werden zusätzliche Rückstellungen von bis zu 155 Millionen Euro gebildet. Das Unternehmen kündigte an, die Organisation bis 2028 „bedarfsgerecht weiter zu verschlanken“. Ab 2028 erwartet O2 Telefónica jährliche Kosteneinsparungen von rund 185 Millionen Euro.

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Herausforderungen im Telekommunikationsmarkt

Der deutsche Telekommunikationsmarkt gilt als schwierig. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Vodafone rund 3000 Stellen abgebaut. O2 Telefónica folgt nun mit einem drastischen Personalabbau, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Maßnahmen stoßen bei Gewerkschaften und Betriebsräten voraussichtlich auf Kritik, da sie tiefe Einschnitte für die Belegschaft bedeuten.

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