Werder Bremen hat einen ungewöhnlichen Transfer abgeschlossen: Dariusz Stalmach (20) wechselt vom 1. FC Magdeburg an die Weser und unterschreibt einen Vertrag bis mindestens 2030. Der Pole trainierte bereits als Kind bei Werder, doch der Wechsel kam erst jetzt zustande – mit zehn Jahren Verspätung.
Stalmach: Vom Wunderkind zum Werder-Profi
Stalmach galt in Polen als Wunderkind. Mit nur 15 Jahren und elf Monaten gab er sein Profidebüt für Górnik Zabrze – an der Seite von Lukas Podolski. Später wechselte er in die Jugend von AC Mailand, konnte sich dort aber nicht dauerhaft durchsetzen. Nun soll er in Bremen den Durchbruch schaffen.
Manager Clemens Fritz zeigte sich überzeugt: „Er hat in seinem Spiel eine hohe Intensität. Dariusz besitzt fußballerische Fähigkeiten und hat eine gute Aggressivität. Wir haben ihn länger beobachtet. Er hat eine hohe intrinsische Motivation, ist sehr lernwillig und will sich weiterentwickeln. Er ist ein junger, talentierter Spieler, dem wir die nötige Zeit geben werden.“
Zehn Jahre Verspätung: Kindheitstraum erfüllt sich
Bereits als Kind trainierte Stalmach bei Werder, weil sein Vater den Verein mochte. „Ich war damals vielleicht acht oder zehn Jahre alt. Werder hat dann gefragt, ob ich mit meiner gesamten Familie herkommen möchte“, erklärte Stalmach den Klub-Medien. „Aber ich war noch zu jung und meine Eltern wollten sich auch nicht aufsplitten. Also bin ich in Polen geblieben, aber es ist echt spannend, dass ich jetzt wieder da bin.“
Der Transfer wurde von Werder Bremen lange vorbereitet, aber am Ende schnell über die Bühne gebracht. Die Bremer suchten dringend einen zentralen Mittelfeldspieler, da Leonardo Bittencourt (Cottbus) und Cameron Puertas (Leihe beendet) den Verein verlassen haben.
Stalmachs Rolle und weitere Transfers
Stalmach ist vor allem auf der Doppel-Sechs zu Hause. Trainer Daniel Thioune bremste jedoch die Erwartungen: „Es ist wichtig, die Erwartungen an ihn richtig einzuordnen.“ Ein Stammplatz sei nicht zu erwarten. Werder sucht daher weiter und hat bei Junior Dina Ebimbe (25) von Eintracht Frankfurt lose angefragt. Eine heiße Spur sei der Kameruner aber nicht.



