Porsche setzt seinen Sparkurs fort und baut in der Region Stuttgart weitere 5000 Stellen ab. Im Gegenzug wird die Beschäftigungssicherung bis Ende 2035 verlängert, wie der Sportwagenhersteller und der Gesamtbetriebsrat am Montag mitteilten.
Hintergrund des Stellenabbaus
Der Abbau erfolgt im Rahmen eines umfassenden Kostensenkungsprogramms, mit dem Porsche auf rückläufige Verkaufszahlen und steigende Entwicklungsausgaben reagiert. Bereits in den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen Stellen gestrichen, vor allem im Verwaltungsbereich. Nun sind auch Produktionsmitarbeiter betroffen. Insgesamt sollen bis 2030 rund 10 Prozent der Belegschaft abgebaut werden.
Verhandlungen mit dem Betriebsrat
Die Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat sieht vor, dass betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2035 ausgeschlossen sind. Im Gegenzug verzichten die Beschäftigten auf Teile ihres Urlaubs- und Weihnachtsgeldes. „Der Kompromiss sichert langfristig Arbeitsplätze, erfordert aber auch Opfer von den Mitarbeitern“, sagte ein Sprecher des Gesamtbetriebsrats.
Auswirkungen auf die Region Stuttgart
Die Region Stuttgart ist das Herz der deutschen Automobilindustrie. Mit dem Wegfall von 5000 Stellen verlieren Tausende von Familien ihre Existenzgrundlage. Zulieferer und Dienstleister in der Region dürften ebenfalls unter den Einbußen leiden. Die Wirtschaftsförderung Baden-Württembergs kündigte bereits an, Umschulungsprogramme zu unterstützen.
Zukunftsperspektiven bei Porsche
Porsche investiert trotz des Sparkurses weiter in die Elektromobilität. Das Unternehmen plant, bis 2030 mehr als die Hälfte seiner Fahrzeuge mit Elektroantrieb auszuliefern. Die Modernisierung der Werke in Zuffenhausen und Weissach läuft auf Hochtouren. „Wir müssen uns neu aufstellen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen“, erklärte ein Vorstandssprecher.



