Porsche baut 5000 weitere Stellen in Deutschland ab – fast 9000 Jobs betroffen
Porsche streicht 5000 weitere Stellen in Deutschland

Der angeschlagene Autobauer Porsche plant den Abbau von rund 5000 weiteren Arbeitsplätzen in Deutschland. Zusammen mit den bereits im Vorjahr beschlossenen Kürzungen müssen damit etwa 8900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Die Maßnahmen sollen sozialverträglich über Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge umgesetzt werden, wie der Autohersteller und der Porsche-Betriebsrat am Montag nach einer Betriebsversammlung im Stammwerk Stuttgart mitteilten.

Details des Zukunftspakets

Die geltende Standortsicherung wird bis 2035 verlängert. Zudem sind Investitionen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro in den Standort Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach vorgesehen. Über die Verlängerung der Standortsicherung und den Umfang des Stellenabbaus hatte das Handelsblatt bereits in der Vorwoche berichtet. Bei den Porsche-Tochterunternehmen werden zusätzlich rund 500 Stellen gestrichen, wie bereits angekündigt wurde.

Standort Leipzig vorerst ausgenommen

Nicht in der Vereinbarung enthalten ist der Standort Leipzig. Inwieweit die getroffenen Regelungen auch in Sachsen Anwendung finden, stehe noch aus, sagte ein Sprecher. Monatelang hatten die Unternehmensführung und die Arbeitnehmerseite verhandelt. Die Belegschaft habe weitere Zugeständnisse gemacht, hieß es.

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Strategische Neuausrichtung unter neuem CEO

„Das Zukunftspaket ist gut für Porsche“, sagte Vorstandschef Michael Leiters. Es gebe die Möglichkeit, das Unternehmen strategisch neu auszurichten und in die Wettbewerbsfähigkeit zu investieren. „Mit dem Zukunftspaket legen wir das Fundament unserer Strategie Sportwagenschmiede 35.“ Diese will der seit Jahresbeginn amtierende Porsche-Chef am 7. Oktober auf einem Kapitalmarkttag vorstellen. Bis dahin müssen auch noch wichtige Modell- und Plattformentscheidungen getroffen werden. Management und Betriebsrat zeigten sich mit der Einigung zufrieden.

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