Ermittlungsergebnisse zum Kirchenbrand in Leimen
Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat die Ergebnisse der Ermittlungen zum Brand einer im Rohbau befindlichen syrisch-orthodoxen Kirche in Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) vorgestellt. Der 27-jährige Verdächtige, der die Kirche Anfang Juli angezündet haben soll, leidet den Ermittlungen zufolge an einer psychischen Erkrankung. Diese sei ursächlich für die Tat gewesen, teilte die Behörde mit. Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin die dauerhafte Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Kein extremistischer Hintergrund
Nach Angaben der Ermittler gibt es keine Hinweise auf einen extremistischen oder religiösen Hintergrund der Tat. Der mutmaßliche Täter fühle sich ausdrücklich keiner Religion zugehörig und habe allein gehandelt. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die psychische Erkrankung des Mannes die alleinige Ursache für die Brandstiftung sei.
Details zum Brandverlauf
Das Feuer war am 2. Juli in der noch nicht fertiggestellten Kirche ausgebrochen. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte der Brand gelöscht werden, bevor größerer Schaden entstand. Verletzte gab es nicht. Der Feuerwehrkommandant berichtete von einer „etwa vier bis fünf Meter hohen Flammenwand im Gebäude“. Da die Deckenhöhe jedoch mindestens acht Meter betrage, sei an der Decke kein großer Schaden entstanden. Insgesamt sei der Schaden am Gebäude relativ gering geblieben, so die Polizei.



