Die Unesco hat die Vonovia Berliner Waldsiedlung nahe dem Schlachtensee in Steglitz-Zehlendorf zum Weltkulturerbe erklärt. Während die Entscheidung des Unesco-Komitees für das Bauensemble aus den 1920er Jahren international Beachtung findet, herrscht unter den Anwohnern Unmut über die Wohnbedingungen.
Weltkulturerbe-Status für die Waldsiedlung
Am Montag, den 27. Juli 2026, trafen sich Bezirksstadtrat Patrick Steinhoff (CDU) und Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) zu einem Rundgang durch die Siedlung. Anschließend gab es ein Get-together, um die Auszeichnung zu feiern. Die Waldsiedlung gilt als architektonisch bedeutendes Beispiel des modernen Wohnungsbaus der Weimarer Republik.
Anwohner kritisieren Wohnbedingungen
Trotz des prestigeträchtigen Titels sind viele Bewohner unzufrieden. Sie bemängeln vor allem den Zustand der Wohnungen und die Höhe der Mieten. Die Vonovia als Eigentümerin stehe in der Pflicht, notwendige Sanierungen durchzuführen. Einige Anwohner fordern mehr Transparenz und eine stärkere Beteiligung bei Entscheidungen über die Instandhaltung.
Der Weltkulturerbe-Status bringt zwar internationale Anerkennung, aber auch Auflagen für den Denkmalschutz. Die Bewohner hoffen nun, dass die Auszeichnung den Druck auf den Vermieter erhöht, die Wohnqualität zu verbessern.



