Reitz über die letzte Saison: „Eine wilde Achterbahnfahrt“
Seit dem 1. Juli ist Rocco Reitz (24) offiziell kein Gladbacher mehr – da begann sein Vertrag bei RB Leipzig. Im großen Abschieds-Interview auf Borussias Homepage spricht Reitz noch einmal über seine Zeit bei den Fohlen. Die vergangene Bundesliga-Saison beschreibt er als „wilde Achterbahnfahrt“. Er durfte viel Verantwortung übernehmen und die Kapitänsbinde tragen. „Offiziell als Vizekapitän, aber am Ende hatte ich die Rolle des Spielführers länger als gedacht“, so Reitz. „Es stand im vergangenen Sommer nicht auf der Liste meiner Ziele, Borussia-Kapitän zu werden, dann durfte ich es eine ganze Saison lang sein. Letztlich bin ich aber daran als Person gewachsen und nehme so viel Positives für mich und für die Zukunft mit.“
Wechsel-Entscheidung nach Leipzig: Der nächste Schritt
Über seine Entscheidung, Gladbach zu verlassen, sagt Reitz: „Die Entscheidung, Borussia zu verlassen, war mit Sicherheit eine der schwierigsten bisher. Und auch, wenn das wenige Fohlen-Fans verstehen und verzeihen können, aber Ehrlichkeit ist mir wichtig. Ich möchte das Maximum aus meiner Karriere herausholen, und daher war es für mich unausweichlich, den nächsten Schritt zu machen und künftig auch international zu spielen. Und da muss man einfach sagen: Leipzig ist auf einem Top-Niveau. Da geht es auch um das internationale Geschäft, das immer ein Traum von mir war.“
20-Millionen-Ablöse: Reitz zeigt Verständnis
Zur Ablösesumme von 20 Millionen Euro äußert sich Reitz wie folgt: „Ich wusste natürlich, dass Borussia nicht im Geld schwimmt und weiß, dass der Ertrag aus meinem Wechsel eine Rolle für die Zukunftsplanung spielen kann. Ich habe einen guten Eindruck von dem, was bisher passiert ist und denke, dass Rouven und sein Team einen guten Job machen. Es braucht Veränderung und es braucht neue Spieler. Es freut mich, wenn es gut vorangeht bei Borussia. Und auch wenn ich mich jetzt mit Vorfreude auf Leipzig fokussiere, werde ich mit einem Auge nach Gladbach schauen und die Daumen drücken.“
Ausgefallene Verabschiedung: „Hat mich sehr getroffen“
Über seine ausgefallene Verabschiedung am letzten Spieltag sagt Reitz: „Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber wenn ich sage, ich konnte das Spiel wegen meines Zustandes noch nicht einmal am TV verfolgen, dann kann man sich vorstellen, wie es mir ging. Ich habe erst eine Woche danach so richtig realisiert, dass ich mich nicht von den Fans verabschieden konnte. Ich wollte eigentlich die letzten Tage der Saison dazu nutzen, mich von den Fans, den Mitspielern und dem kompletten Staff persönlich und vernünftig zu verabschieden. Dass ich das nicht konnte, hat mich im Nachhinein schon sehr getroffen. Ich finde es unfassbar schade und es nervt mich auch irgendwo, dass sich die Saison dadurch ein bisschen unvollendet anfühlt. Ich hoffe, dass ich das irgendwann nachholen kann. Das ist definitiv ein großer Wunsch von mir.“



