Saturn als Untermarke für Technikfans
Ceconomy hat eine neue Strategie für seine Elektronikhandelskette Media-Markt-Saturn vorgelegt. Trotz eines stark ausgedünnten Saturn-Filialnetzes will der Handelskonzern an der Marke festhalten, sowohl online als auch stationär. Ab 2027 sind Saturn-Showrooms in Media-Markt-Filialen und an ausgewählten Standorten geplant, teilte das Unternehmen mit.
Saturn soll demnach als Untermarke für Technikbegeisterte neu ausgerichtet werden. Der Schwerpunkt liege auf Trends sowie hochwertigen Produkten mit exklusivem Zugang, sagte eine Sprecherin. Ziel sei es, neue Kundengruppen zu erschließen.
Ceconomy-Chef betont hohe Markenbekanntheit
„Saturn ist extrem wichtig für uns“, betonte Ceconomy-Chef Remko Rijnders. In Deutschland genieße der Name der Kette nach seinen Angaben eine Markenbekanntheit von 92 Prozent: „Vertrauen ist kein ‚Nice-to-have‘, es ist ein kompetitiver Vorteil“, sagte Rijnders weiter – vor diesem Hintergrund will der Konzern es sich demnach nicht leisten, Saturn und seine Bekanntheit aufzugeben.
Die Handelskette war zuvor auf 27 Filialen geschrumpft. Kurz vor der erwarteten Übernahme von JD.com rückt der Mutterkonzern Ceconomy Saturn ins Zentrum der Strategie und gibt ambitionierte Prognosen.
Expansion auch im Ausland denkbar
Wie viele Showrooms es geben soll, ist Ceconomy zufolge indes noch offen. „Wir können uns auch vorstellen, Saturn im Ausland zu testen“, sagte die Sprecherin. Saturn gibt es aktuell nur noch in Deutschland. Die erste Filiale wurde 1961 in Köln eröffnet.



