Stellantis verhandelt mit Partnern über Maserati-Zukunft
Stellantis verhandelt über Maserati-Partnerschaft

Die italienische Luxusmarke Maserati könnte künftig in Kooperation gebaut werden. Stellantis bestätigt entsprechende Gespräche, schließt jedoch einen kompletten Verkauf aus.

Stellantis-Chef bestätigt Verhandlungen

Stellantis-Chef Antonio Filosa hat in einer Anhörung vor dem italienischen Parlament in Rom bestätigt, dass der Konzern mit zwei potenziellen Partnern für die angeschlagene Luxusmarke Maserati verhandelt. „Wir befinden uns in Gesprächen mit zwei bedeutenden Partnern, die Technologien und eine Reihe exzellenter Ideen einbringen können – wir entscheiden derzeit, mit wem wir künftig zusammenarbeiten wollen“, sagte Filosa. Die Namen der Interessenten nannte er nicht.

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt bemüht sich der 52-jährige CEO darum, zentrale Stakeholder – darunter die italienische Regierung – zu beschwichtigen. Der Konzern steht in der Kritik, den Großteil seiner Zukunftsinvestitionen außerhalb Europas zu planen. Zuletzt hatte Stellantis eine Reihe von Partnerschaften mit chinesischen Automobilherstellern geschlossen, was bei Gewerkschaften und Politikern für zusätzliche Beunruhigung sorgte.

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Kein Verkauf von Maserati oder Werk Cassino

Filosa versicherte, weder Maserati noch das gering ausgelastete Werk Cassino nahe Rom stünden zum Verkauf. Die Zukunft des Standorts sei „eng verknüpft“ mit jener von Maserati, und die Marke werde „eine Ikone des italienischen Stils“ bleiben. Den neuen Maserati-Plan, der im Dezember vorgestellt werden soll, bezeichnete Filosa als „ambitioniert“ – er sehe zwei neue Schlüsselmodelle vor.

Mögliche Kooperationen hätten auch Konsequenzen für das Stellantis-Werk in Modena, wo weitere Maserati-Modelle gefertigt werden. Als Kandidat für eine Partnerschaft komme überdies das Werk Pomigliano bei Neapel in Betracht, wo Stellantis die Produktion günstiger Elektrofahrzeuge im Volumensegment bündeln will.

Struktur der Partnerschaften

Sämtliche Partnerschaften in Italien sollen nach demselben Muster strukturiert werden wie die bestehenden Kooperationen mit den chinesischen Herstellern Leapmotor und Dongfeng – als Gemeinschaftsunternehmen mit einer Stellantis-Mehrheit von 51 Prozent.

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