Tesla hat im Juni 2026 in mehreren europäischen Ländern einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. In Frankreich stiegen die Zulassungen um 105 Prozent und haben sich damit mehr als verdoppelt, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten von Branchenverbänden und Ministerien hervorgeht. Auch in Schweden gab es ein Plus von 56 Prozent, in Italien und Portugal jeweils 43 Prozent sowie in Dänemark 39 Prozent.
Spanien mit geringerem Wachstum, Norwegen mit Einbruch
In Spanien fiel das Wachstum mit 5,6 Prozent geringer aus. Eine deutliche Ausnahme bildet Norwegen, wo die Neuzulassungen des US-Elektroautoherstellers um 43 Prozent einbrachen. Laut ING-Ökonom Rico Luman führte in Norwegen das Vorziehen von Käufen aufgrund einer anstehenden Kürzung von Steuervorteilen zu einer vorübergehenden Marktabkühlung. In Frankreich hingegen wurde die Nachfrage durch staatliche Subventionen für Elektroautos und eine schnellere Elektrifizierung von Firmenflotten angekurbelt.
Erholung nach Schwächephase
Die Zahlen deuten auf eine Erholung des Absatzes in Europa hin, bevor Tesla in Kürze seine weltweiten Auslieferungszahlen für das zweite Quartal vorlegt. Analysten erwarten hierbei einen Anstieg um fünf Prozent. Die Tesla-Aktie lag im US-Handel im Verlauf 1,1 Prozent im Plus. Die jüngste Entwicklung folgt auf eine Schwächephase von Tesla in Europa. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern Marktanteile an chinesische Konkurrenten verloren. Zudem belasteten eine begrenzte Modellauswahl sowie die politische Haltung von Firmenchef Elon Musk, die bei einigen Käufern auf Ablehnung stieß, das Geschäft.
Ausblick: Deutschland und Großbritannien noch ausstehend
Die Zulassungszahlen für Deutschland und Großbritannien, die beiden größten Automärkte Europas, werden im Laufe der Woche erwartet. Tesla will unterdessen die Taktzeit in seiner Fabrik in Grünheide nahezu halbieren, wie das Unternehmen bereits angekündigt hat.



