VW Tiguan im TÜV-Check: Diese Problemzonen sollten Sie kennen
VW Tiguan TÜV-Check: Problemzonen des Bestsellers

VW Tiguan im TÜV-Check: Diese Problemzonen des Tiguan sollten Sie kennen

Der VW Tiguan zählt zu den beliebtesten SUVs Deutschlands. Im TÜV-Report zeigt sich das Erfolgsmodell insgesamt solide, doch einige Schwachstellen ziehen sich durch die Generationen. Worauf Gebrauchtwagenkäufer achten sollten.

Vor allem in der zweiten Generation überzeugt der Bestseller aus Wolfsburg mit solider Qualität und Zuverlässigkeit. Ältere Modelle des Kompakt-SUVs zeigen sich hingegen nicht immer von ihrer besten Seite – hier lohnt vor dem Kauf ein besonders genauer Blick.

VW Tiguan II

  • Bauzeit: 2016 bis 2024
  • Motoren: von 115 PS (2.0 TDI) bis 320 PS (R)
  • Preis: ab 10.000 Euro

Das ist er: Der Bestseller ist eine halbe Nummer größer und vielseitiger geworden. Er wuchs in alle Richtungen, bietet mehr Platz, Power und Prestige. Die sportliche R-Version liefert satte 320 PS. 2017 erschien der um 20 cm verlängerte Allspace, der sieben Sitze hat. Die Anhängelast stieg auf bis zu 2500 Kilo. Ein Facelift im Herbst 2020 brachte ein modifiziertes Design, ein moderneres Infotainment, Updates für die Fahrassistenten sowie den ersten Benzin-Hybriden.

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Das kann er: Die Passagiere noch komfortabler befördern und dabei das VW-typische Fahrgefühl vermitteln – die goldene Mitte zwischen sportlich-straff und komfortabel. Auf dieser Basis hat der Tiguan viele Gesichter, entweder als Sparer mit Diesel und DSG oder als knackiges Power-SUV mit Allrad, großen Rädern und reichlich PS unter der Haube.

Das macht Ärger: Im AUTO BILD-Dauertest erhielt ein Tiguan 2.0 TSI die Note 1–. Softwareupdates im Zuge des Dieselskandals können Probleme bereiten. Das Doppelkupplungsgetriebe ruckelt bei nicht penibler Wartung. Der ADAC nennt 26 (!) Rückrufe, etwa wegen schadhafter Anhängevorrichtungen, diverser Airbagprobleme, fehlerhafter Sitze, Stoßdämpfer- und Reifenfehler und falsch montierter Winterreifen.

VW Tiguan I

  • Bauzeit: 2007 bis 2016
  • Motoren: von 110 PS (2.0 TDI) bis 211 PS (2.0 TSI)
  • Preis: ab 3000 Euro

Das ist er: Das gesunde Mittelmaß im SUV-Sektor, schön kompakt für die City, groß genug für die Familie. Wie beim Golf, der die Technik spendet, gibt es zahlreiche Versionen. Fünf Benziner, vier Diesel, zwei Getriebe, drei Ausstattungslinien und Allrad als Option. Die Kofferraumgröße (360–1510 Liter) steht der eines Kombis nicht nach.

Das kann er: Wie der Golf alles sein. Hochsitz für Senioren oder Familienkutsche, die mit ausgewogenem Fahrwerk Reisen abspult. Das adaptive DCC-Fahrwerk (Option) bietet noch mehr Komfort. Die Motoren haben je nach Anspruch Pfeffer oder Spartalent. Das Facelift im Juli 2011 brachte eine frische Optik und sparsamere Aggregate.

Das macht Ärger: Die Doppelkupplungsgetriebe können ruckeln, der 1.4 TSI erhielt Software-Updates. Laut ADAC kommen defekte Ladedruckregler vor, zudem können die Zündschlösser hakeln. Der 2.0 TSI hat Öldurst, frühe Exemplare sind teils rostig. Mehrere Rückrufe wegen Airbagproblemen, Schummeldiesels, defekter Türkindersicherung und Dauerstroms am TDI.

Fazit

Eine überwiegend grüne Bilanz, die der TÜV-Prüfer beim VW-Bestseller zieht. Deutlich mehr Fahrzeuge bleiben bei der HU mängelfrei als im Durchschnitt. Außer verschlissenen Bremsscheiben gibt es wenig Ärger. Dieses Problem hat das Ur-Modell auch, zudem wird ihm wegen diverser Fahrwerksmängel allzu oft die Plakette verweigert. An diesen Punkten sollten Interessenten einen genauen Check durchführen, bevor es zum Kauf kommt.

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