Xpeng-CEO: Europa-Offensive mit KI und eigenem Werk geplant
Xpeng-CEO: Europa-Offensive mit KI und eigenem Werk

Der chinesische Autohersteller Xpeng treibt seine Expansion in Europa massiv voran. Firmengründer und CEO He Xiaopeng erklärte im Interview mit AUTO BILD, dass das Unternehmen bis 2030 mehr als eine Million Fahrzeuge außerhalb Chinas absetzen wolle. Dabei setzt Xpeng nicht nur auf günstige E-Autos, sondern vor allem auf Künstliche Intelligenz (KI) und autonomes Fahren.

Marktsituation in China und Europa-Strategie

Auf die Frage nach dem angespannten chinesischen Automarkt und dem verstärkten Drang nach Europa antwortete Xiaopeng: „Ich kann in diesem Fall nur für Xpeng und nicht für die chinesische Autoindustrie sprechen. Der Markt in China ist aktuell herausfordernder denn je, und das wird aus meiner Sicht noch fünf bis zehn Jahre so weitergehen. Der Export nach Europa ist wichtig für uns, damit wir uns breiter aufstellen können. Dabei ist Europa ebenso wichtig wie andere Märkte.“

Mögliche Produktionsanlagen in Europa

Um Strafzölle zu umgehen, erwägt Xpeng den Aufbau eigener Produktionsanlagen in Europa. Xiaopeng betonte: „Unser Plan ist es, bis zum Jahr 2030 mehr als eine Million Fahrzeuge außerhalb von China abzusetzen. Für Gespräche, die die Übernahme von Produktionsanlagen in Europa betreffen oder entsprechende Kooperationen, sind wir in jedem Fall offen und führen diese auch bereits.“

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KI als zentrales Element

Mit den Modellen Xpeng X9, P7+ und dem neuen L03 stellt das Unternehmen die Künstliche Intelligenz in den Vordergrund. Xiaopeng sieht Xpeng nicht als reinen Autohersteller: „Wir sehen Xpeng nicht als Autohersteller, sondern als echten Tech-Konzern, der eben auch Fahrzeuge produziert und Software entwickelt. Die neue Revolution ist die künstliche Intelligenz und die Symbiose von Roboter und Auto. Das ist der neue große Trend, der uns in den kommenden Jahren begleiten wird. Es gibt keinen Grund, vor der KI Angst zu haben, denn die Technologie soll den Menschen unterstützen und nicht ersetzen.“

Herausforderungen in Europa

Der Markteintritt in Europa sei nicht einfach gewesen. Xiaopeng berichtete: „Wir haben in Deutschland aktuell rund 70 Händler und wollen dies bis Ende des Jahres auf 110 ausweiten. Viele unserer Partner sind auch Händler deutscher Premiummarken, mit denen wir uns messen wollen. Doch wir sind nicht allein hier, um Geld zu verdienen, denn wir wollen die Welt mit unseren Produkten ein kleines Stück besser machen – auch in Europa.“

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