Die slowenische NLB hat im Übernahmekampf um die österreichische Addiko Bank einen weiteren Teilerfolg erzielt. Der US-Vermögensverwalter Wellington Management habe seinen Anteil von 5,7 Prozent in das Angebot der Slowenen eingebracht, teilte die NLB am Mittwoch mit. Damit hätten sich Aktionäre mit einem Anteil von mindestens 28,9 Prozent verpflichtet, die Offerte anzunehmen.
Unterstützung von EBWE und Brandes
Zuvor hatten bereits die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), Brandes Investment Partners sowie der stellvertretende Addiko-Aufsichtsratschef Johannes Proksch der NLB ihre Unterstützung zugesagt. Trotz des Zuspruchs liegt die NLB weiterhin hinter dem Rivalen Raiffeisen Bank International (RBI). Der österreichischen Bank wurden nach eigenen Angaben vom Dienstag bereits 55,5 Prozent der Addiko-Aktien angedient.
NLB senkt Annahmeschwelle
Damit die NLB-Offerte noch erfolgreich sein kann, müssen Aktionäre ihre Annahme des RBI-Angebots widerrufen. Dies ist laut NLB noch bis Donnerstag um 17.00 Uhr möglich. Die Annahmefrist für beide Angebote endet nach einer Verlängerung am 29. Juli. Die NLB bietet 37,00 Euro je Aktie und bewertet Addiko damit mit rund 721 Millionen Euro. Um die Erfolgschancen zu erhöhen, hatte sie die Mindestannahmeschwelle zuletzt auf 50 Prozent plus eine Aktie gesenkt.
RBI mit niedrigerem Angebot
Die RBI bietet 26,50 Euro je Anteilsschein zuzüglich möglicher künftiger Zahlungen aus geplanten Verkäufen von Addiko-Töchtern. Die Österreicher hatten ihre Schwelle auf 55 Prozent reduziert. Das Addiko-Management hatte sich zunächst hinter das niedrigere Angebot der RBI gestellt, diese Empfehlung jedoch später zurückgezogen.
Mehr: NLB erhöht im Bieterkampf um Addiko Bank ihr Angebot auf 37 Euro rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Legen Sie das Handelsblatt als Ihre wichtige Nachrichtenquelle fest.



