Roche: Starkes Pharma-Wachstum trotz Franken-Bremse im ersten Halbjahr
Roche: Pharma-Wachstum trotz Franken-Bremse im Halbjahr

Der Pharmakonzern Roche hat im ersten Halbjahr 2026 ein währungsbereinigtes Umsatzplus von sechs Prozent erzielt, musste jedoch einen Rückgang des Kerngewinns je Aktie um zwei Prozent auf 10,85 Franken hinnehmen. Der starke Schweizer Franken belastete die in der Berichtswährung ausgewiesenen Erlöse, die um zwei Prozent auf 30,36 Milliarden Franken fielen. Analysten hatten im Schnitt mit 30,31 Milliarden Franken gerechnet, sodass Roche die Erwartungen knapp erfüllte.

Währungseffekte und Wachstumstreiber

Ohne Währungseffekte stiegen die Erlöse um sechs Prozent. Der Gegenwind durch den starken Franken ließ zuletzt nach: Im ersten Quartal war der Umsatz noch um fünf Prozent gefallen. Der Kerngewinn je Aktie legte zu konstanten Wechselkursen um neun Prozent zu. Für das Gesamtjahr bestätigte der Basler Konzern seine Prognose: Roche rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Gewinnwachstum im hohen einstelligen Bereich.

Pharmageschäft mit starken Produkten

Im Pharmageschäft belief sich der Umsatz auf 23,63 Milliarden Franken – ein Rückgang von einem Prozent, der ohne Währungseffekte jedoch einem Wachstum von sechs Prozent entsprach. Treiber waren unter anderem das Multiple-Sklerose-Mittel Ocrevus, das um sieben Prozent zulegte und 3,47 Milliarden Franken beisteuerte. Das Blutermittel Hemlibra verbuchte ein Plus von elf Prozent und erreichte 2,49 Milliarden Franken. Auch Krebsmedikamente wie Phesgo und Polivy verzeichneten zweistellige Zuwachsraten.

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Diagnostiksparte unter Druck

In der Diagnostiksparte sanken die Erlöse in Franken im ersten Halbjahr um drei Prozent auf 6,74 Milliarden. Roche spürt dort weiterhin die Auswirkungen von Preisreformen im chinesischen Gesundheitswesen. Eine weltweit hohe Nachfrage nach Produkten für die Immundiagnostik und klinische Chemie konnte diese Einbußen währungsbereinigt jedoch ausgleichen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Roche trotz der Währungsbelastung operativ gut unterwegs ist. Der Konzern profitiert von einer starken Pipeline und etablierten Kassenschlagern. Die Bestätigung der Jahresziele signalisiert Vertrauen in die weitere Geschäftsentwicklung.

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