Gewerkschaftsbund fordert umfassendes Sofortprogramm für Pendler
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat ein drastisches Sofortprogramm vorgelegt, um Pendlerinnen und Pendler vor den aktuell explodierenden Spritpreisen zu schützen. In einem umfassenden Maßnahmenkatalog, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordert der DGB neben der bereits von der Bundesregierung diskutierten täglichen Preiserhöhungsbegrenzung an Tankstellen vor allem eine Übergewinnsteuer für Krisenprofiteure.
Übergewinnsteuer gegen Spekulationsgewinne
Die geforderte Übergewinnsteuer zielt darauf ab, ungerechtfertigte Spekulationsgewinne von Unternehmen zu besteuern, die von der aktuellen Energiekrise profitieren. Laut DGB sollen damit Gewinne, die über ein Normalmaß hinausgehen, herangezogen werden, um die Belastungen für Verbraucher abzufedern. Diese Maßnahme soll verhindern, dass bestimmte Akteure unverhältnismäßig von der angespannten globalen Lage profitieren, während Millionen Pendler täglich mit steigenden Kosten konfrontiert sind.
Mobilitätsgeld und Energiekostenpauschale als direkte Entlastung
Zentraler Bestandteil des DGB-Programms ist die Forderung nach einem sofortigen Mobilitätsgeld für alle Pendler. Dieses soll unabhängig vom Einkommen ausgezahlt werden und 17 Cent pro Kilometer betragen. Alternativ könnte es monatlich beim Steuerabzug verrechnet werden, um eine schnelle finanzielle Entlastung zu gewährleisten. Zusätzlich tritt der DGB für die Auszahlung einer Energiekostenpauschale in Höhe von 150 Euro pro Kopf ein, die als zu versteuerndes Einkommen gelten soll.
Hintergrund: Globale Preisanstiege durch Iran-Krieg
Die Forderungen des DGB kommen vor dem Hintergrund weltweit steigender Öl- und Gaspreise, die maßgeblich durch den anhaltenden Iran-Krieg verursacht werden. Diese Entwicklung trifft insbesondere Pendler hart, die auf ihr Auto angewiesen sind. Der Gewerkschaftsbund betont, dass die Bundesregierung jetzt handeln müsse, um soziale Härten zu vermeiden und die Mobilität der Bevölkerung sicherzustellen.
Das Sofortprogramm des DGB umfasst im Detail:
- Einführung einer Übergewinnsteuer für Krisenprofiteure
- Direkte Auszahlung eines Mobilitätsgeldes von 17 Cent pro Kilometer für Pendler
- Monatliche Verrechnung des Mobilitätsgeldes beim Steuerabzug als Alternative
- Auszahlung einer Energiekostenpauschale von 150 Euro pro Kopf
- Umsetzung der geplanten Begrenzung von Spritpreiserhöhungen auf maximal einmal täglich
Der DGB drängt auf eine schnelle Umsetzung dieser Maßnahmen, um die akute finanzielle Belastung für Pendlerhaushalte zu reduzieren und langfristig stabile Rahmenbedingungen für die Mobilität in Deutschland zu schaffen.



