Am Dienstag, dem 30. Juni 2026, liegt der Preis für eine Tonne Holzpellets bei 357,87 Euro. Das geht aus Daten von Heizpellets24 hervor. Damit nähert sich der Preis der 360-Euro-Marke, liegt aber immer noch rund 50 Euro unter dem Höchststand von Februar 2026, als die Tonne knapp über 400 Euro kostete.
Preisentwicklung der letzten Tage
Die Pelletspreise zeigen sich in dieser Woche leicht steigend. Am 24. Juni lag der Preis noch bei 349,36 Euro, am 25. Juni bei 349,83 Euro, am 26. Juni bei 352,44 Euro und am 29. Juni bei 354,62 Euro. Der Anstieg von 349,36 auf 357,87 Euro innerhalb einer Woche entspricht einem Plus von rund 2,4 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise jedoch höher: Im Sommer 2025 lag der Tiefstwert bei etwa 300 Euro pro Tonne. Verbraucher zahlten damals rund 80 Euro weniger als heute.
Jahresverlauf 2026: Von 400 Euro im Februar bis zum Sommerrückgang
Die Pelletspreise folgen typischerweise einem saisonalen Muster: Im Winter sind sie hoch, im Sommer niedriger. Im Jahr 2026 erreichten sie am 15. Februar mit 400,46 Euro ihren Höchststand. Danach fielen sie kontinuierlich: 15. März: 381,93 Euro, 15. April: 369,26 Euro, 15. Mai: 354,42 Euro, 15. Juni: 349,79 Euro. Der aktuelle Wert vom 30. Juni liegt mit 357,87 Euro wieder etwas höher.
„Grundsätzlich gilt: Wer keine oder nur noch wenige Pellets auf Vorrat hat, sollte handeln und zumindest eine kleine Menge kaufen“, raten Experten. Der Sommer biete tendenziell günstigere Preise, eine Ausnahme war die Energiekrise 2022.
Regionale Preisunterschiede: Mitte Deutschlands am teuersten
Die Pelletspreise variieren je nach Bundesland. Laut energienutzer.de zahlen Verbraucher in der Mitte Deutschlands (Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) mit 377,24 Euro pro Tonne am meisten. Im Norden/Osten (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) kostet die Tonne 374,45 Euro, im Süden (Bayern, Baden-Württemberg, Saarland) 374,78 Euro. Die Daten beziehen sich auf eine Bestellmenge von sechs Tonnen im Juni 2026.
„Pellets sind ein regionaler Brennstoff – daher können sich auch von Region zu Region die Preise unterscheiden“, so die Anbieter. Ein Preisvergleich über Portale wie Heizpellets24 oder energienutzer.de lohne sich daher immer.
Einflussfaktoren und Zukunftsaussichten
Die Pelletspreise werden von mehreren Faktoren bestimmt: Rohstoffkosten (Holz), Produktionskosten, Transportkosten und Marktnachfrage. Saisonale Schwankungen und regionale Unterschiede in der Verarbeitung von Restholz spielen ebenfalls eine Rolle.
Die Zukunft des Pelletmarkts ist schwer vorherzusagen. Viele Experten sehen Pellets als nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen, andere raten zu Wärmepumpen oder Fernwärme. Politische Entscheidungen, wie die mögliche Abschaffung des Heizungsgesetzes durch die schwarz-rote Koalition, könnten den Markt beeinflussen.
Für Verbraucher gilt: Wer jetzt Pellets benötigt, sollte nicht zu lange warten. Die Preise könnten im Herbst wieder anziehen. Ein Blick auf die Qualität (zertifizierte Pellets) und die Lieferkosten ist ebenfalls empfehlenswert.



