Die Pelletspreise in Deutschland bewegen sich weiterhin auf einem erhöhten Niveau. Am Montag, dem 20. Juli 2026, liegt der Durchschnittspreis für eine Tonne Holzpellets bei 382,64 Euro. Das sind rund fünf Euro mehr als in der Vorwoche. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, der Mitte Juni begonnen hat. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zahlen Verbraucher derzeit etwa 100 Euro mehr pro Tonne.
Preisentwicklung der letzten Tage
Laut Daten von „Heizpellets24“ hat sich der Preis für Holzpellets in den letzten Tagen wie folgt entwickelt: Am 14. Juli lag der Preis bei 377,07 Euro, am 15. Juli bei 378,09 Euro, am 16. Juli bei 381,64 Euro und am 17. Juli bei 381,91 Euro. Der aktuelle Wert vom 20. Juli markiert mit 382,64 Euro einen neuen Höchststand in diesem Sommer. Seit dem 15. Juni, als der Preis noch bei 349,79 Euro lag, ist ein Anstieg um rund 33 Euro zu verzeichnen.
Jahresverlauf 2026
Der Blick auf die monatlichen Durchschnittspreise zeigt einen klaren saisonalen Verlauf. Im Januar 2026 kostete die Tonne noch 382,59 Euro, bevor sie im Februar mit 400,46 Euro ihren Höhepunkt erreichte. Danach fielen die Preise kontinuierlich bis auf 349,79 Euro im Juni. Seit Mitte Juni steigen sie wieder an. Im Juli 2026 liegt der Durchschnittspreis bei 378,09 Euro, Tendenz steigend. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise insgesamt höher: Im Juli 2025 lag der Preis noch bei rund 277 Euro pro Tonne.
Regionale Preisunterschiede
Die Pelletspreise variieren je nach Bundesland. Im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg, Saarland) zahlen Verbraucher mit durchschnittlich 389,88 Euro pro Tonne am meisten. In der Mitte (Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) liegt der Preis bei 385,70 Euro. In Nord- und Ostdeutschland (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) kostet die Tonne 382,04 Euro. Die Daten basieren auf einer Bestellmenge von sechs Tonnen und stammen von energienutzer.de.
Kaufempfehlung: Jetzt bestellen oder warten?
Experten raten, den Kauf nicht allein vom aktuellen Preis abhängig zu machen. Wer nur noch wenige Pellets auf Vorrat hat, sollte zumindest eine kleine Menge ordern, um nicht in der Heizsaison zu Spitzenpreisen kaufen zu müssen. Grundsätzlich sind Pellets in den Sommermonaten tendenziell günstiger, wie die Preiskurve der Vorjahre zeigt. Eine Ausnahme war die Energiekrise 2022. Da die Preise derzeit wieder anziehen, könnte ein frühzeitiger Kauf vorteilhaft sein.
Einflussfaktoren auf die Pelletspreise
Die Preise für Holzpellets werden von mehreren Faktoren bestimmt: den Rohstoffkosten (Holzpreis), den Produktionskosten, den Transportkosten sowie der allgemeinen Marktnachfrage. Regionale Unterschiede in der Produktion und Logistik führen zu den beobachteten Preisunterschieden zwischen den Bundesländern.
Zukunftsperspektiven
Die Entwicklung des Pelletmarktes ist schwer vorherzusagen. Sie hängt von Energiepreisen, der Nachfrage nach erneuerbaren Heizlösungen und politischen Entscheidungen ab. Viele Experten sehen Pellets als nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen, während andere auf Wärmepumpen oder Fernwärme setzen. Ein Preisvergleich über Online-Portale wie Heizpellets24 oder energienutzer.de wird vor dem Kauf empfohlen.



